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Medien & TV Tagesschau lüftet Geheimnis um Beine
Nachrichten Medien & TV Tagesschau lüftet Geheimnis um Beine
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16:31 23.10.2015
Kleine Revolution bei der "Tagesschau": Ab Sonntag wird Chefsprecher Jan Hofer nicht mehr die ganze Sendung über hinter dem Pult stehen, sondern nach dem Wetterbericht auch mal seitlich daneben. Quelle: Thorsten Jander/NDR/dpa
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Hamburg

Von diesem Sonntag an werden die Nachrichtensprecher der "Tagesschau" nicht mehr die ganze Sendung über hinter ihrem Pult stehen, sondern nach dem Wetterbericht auch mal seitlich daneben. Das bestätigte die Redaktion von ARD-aktuell am Freitag. "Erstmals seit 63 Jahren werden die Zuschauer die Beine des 'Tagesschau'-Sprechers sehen", sagte der Erste Chefredakteur, Kai Gniffke, im Gespräch mit dem "Tagesspiegel".

Dies sei im Grunde genommen lediglich eine "kleine Veränderung", für ein traditionsreiches Format wie die "Tagesschau" seien jedoch auch solch kleine Schritte eine "große Sache". Und es werde daran deutlich, dass sich Deutschlands älteste TV-Nachrichtensendung optisch und inhaltlich immer noch weiterentwickle.

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Präsentatoren von Kopf bis Fuß

Die neue "Beinfreiheit" gibt es laut Gniffke nur am Ende der Sendung: "Wenn die Sprecherinnen und Sprecher nach dem Wetterbericht die Schwerpunkte der 'Tagesthemen' ankündigen, werden sie seitlich am Tisch stehen, so dass wir die Themenankündigung mit großformatigen Fotos auf der Medienwand illustrieren können. Dann folgt der Abspann, und die Präsentatoren sind von Kopf bis Fuß zu sehen."

ARD-aktuell hatte, um im Vorfeld auf die Neuerung aufmerksam zu machen, in den "Tagesthemen" am vergangenen Wochenende eine Puppe ohne Oberkörper aufgestellt. Viele Zuschauer rätselten darüber.

Zuletzt hatte es im vergangenen Jahr beim deutschen Nachrichten-Flaggschiff eine optische Veränderung gegeben. Die Sprecher präsentieren das Weltgeschehen seither aus einem modernen Studio, zudem wurde die Titelfanfare neu arrangiert. Dass jetzt auch die Beine der Sprecher zu sehen sein werden, hat laut "Tagesschau"-Sprecherin Judith Rakers weitreichende Folgen: "Die Zeiten von Jeans und Fellstiefeln oder Turnschuhen untenrum sind jedenfalls vorbei", sagt die 39-Jährige augenzwinkernd.

dpa/chs

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