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Medien & TV „Tatort“ – Brisanter Drohnenkrieg
Nachrichten Medien & TV „Tatort“ – Brisanter Drohnenkrieg
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21:42 09.12.2018
Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper. Quelle: Foto: dpa
Ludwigshafen

Der „Tatort – Vom Himmel hoch“ war zwar keine Offenbarung. Dafür war der von Regisseur und Autor Thomas Bohn inszenierte Fall thematisch zu überladen, und auch dramaturgisch hat der Krimi Schwächen.

Drohnenangriffe der USA völkerrechtlich höchst umstritten

Aber das Thema, das er behandelt, ist interessant und brisant, weil es nach großer Aufregung vor zwei Jahren inzwischen fast aus der medialen Öffentlichkeit verschwunden ist. Obwohl vermutlich immer noch von Deutschland aus Drohnenangriffe der USA gestartet und gesteuert werden. Und die sind völkerrechtlich höchst umstritten.

Die USA behalten sich vor, Terrorverdächtige ohne Anklage und Verfahren einfach zu töten. Und bereits schon seit 2011 steuert laut des ARD-Magazins „Panorama“ eine Flugleitzentrale auf dem deutschen US-Stützpunkt in Ramstein, der auch im „Tatort“ eine wichtige Rolle spielt, Drohnenangriffe in Afrika.

US-Journalist: „Das Signal geht durch Deutschland zu einer Drohne“

Für den US-Journalisten Jeremy Scahill vom Magazin „The Intercept“ dient Deutschland sogar als eine Art Telefonzentrale des Todes. „Die Piloten in den USA“, schreibt er, „machen die Anrufe, das Signal geht durch Deutschland zu einer Drohne, die dann jemanden tötet.“ Vorwürfe, die inzwischen kaum noch bestritten werden.

Auch nicht von der Bundesregierung, die – wie es vor zwei Jahren hieß – den Dialog mit ihren amerikanischen Partnern zu den Drohneneinsätzen und zur Rolle des Luftwaffenstützpunktes Ramsteins fortführen wolle. Dabei sollen die USA stets ermahnt werden, Ramstein nur so zu nutzen, dass es mit dem Völkerrecht vereinbar sei.

Von Ernst Corinth / RND

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