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10:56 17.10.2009
Internetstar Justin Bieber veröffentlicht sein erstes Album. Quelle: ddp
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Der plötzliche Ruhm sei „verrückt“, sagt der 15-Jährige, für den nicht nur Mädchen weltweit, sondern auch die Branchengrößen Justin Timberlake und Usher schwärmen. Beide wollten den Newcomer unter Vertrag nehmen, Usher machte das Rennen. Am 13. November erscheint Biebers erstes Album „My World“ in Deutschland.

Alles begann mit einem unterbelichteten Video des damals Zwölfjährigen bei einem lokalen Gesangswettbewerb. Bieber hatte den Mitschnitt seiner Interpretation von „So Sick“ von Ne-Yo für Freunde und Verwandte ins Internet gestellt. Zwar war sein Gesicht kaum zu erkennen, die glockenhelle Stimme weckte jedoch das Interesse anderer Nutzer der Plattform.

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Es folgten weitere Gesangseinlagen aus dem heimischen Wohnzimmer, die bis zu zwölf Millionen Mal angeklickt wurden. So weckte das Nachwuchstalent die Aufmerksamkeit von R&B-Sänger Usher und dessen Popkollegen Timberlake. „Ich hätte mit keiner Entscheidung etwas falsch machen können“, meint Justin rückblickend über seine Wahl für Usher und die Plattenfirma Island Def Jam. Von dem einstigen Teenie-Idol Timberlake könne er viel über den Wechsel ins Erwachsenenfach lernen. Er sei aber auch stolz, Usher seinen Mentor nennen zu dürfen.

Im Juli war Justins erste Single „One Time“ erschienen. Das von Tricky Stewart („Umbrella“, „Single Ladies“) produzierte Stück brachte dem Sänger Vergleiche mit dem jungen Chris Brown ein und stieg in den deutschen Charts bis auf Platz 14. In den USA erreichte das Lied Gold-Status.

Als musikalische Einflüsse nennt Justin Michael Jackson, Stevie Wonder und Boyz II Men. Stilistisch sei sein Album eine Mischung aus Pop und R&B. „Ich mache Musik, die jeden anspricht“, meint der Teenager selbstbewusst. So ist denn auch die aktuelle Single „One Less Lonely Girl“ nicht an eine spezielle Herzensdame gerichtet. „Ich bin Single“, verrät der 15-Jährige mit der Zac-Efron-Topffrisur zur Freude seiner weiblichen Fans.

Für seine Altersgenossen lebt Justin den Traum: Bei den diesjährigen MTV Video Music Awards wurde er neben P. Diddy interviewt und traf Beyoncé. Zu seinem Auftritt vor dem Rockefeller Center in New York kamen kürzlich über 5000 Fans. Und bereits einen Monat vor der Veröffentlichung hat sich „My World“ beim US-Internetkaufhaus Amazon bereits in den Top 20 der R&B-Charts platziert.

Abgeschreckt von den Beispielen abgehobener und schließlich tief gefallener Ex-Teeniestars will Justin auf dem Boden bleiben. „Ich nehme garantiert nichts als selbstverständlich hin“, sagt er. „Für meine Freunde und Familie bin ich immer noch derselbe Justin.“ Außerdem sei die Schule ohne Frage seine Priorität. „Es ist mir sehr wichtig und meine Mutter erinnert mich ständig daran, meine Hausaufgaben zu erledigen.“

Allzu viel Zeit dürfte ihm aber nicht für Bio und Mathe bleiben. Justin, der unter anderem Gitarre und Schlagzeug spielt, will seine Musikkarriere fortführen und sich künftig auch stärker als Komponist einbringen. Außerdem plant er eine Tournee durch Deutschland.

ddp