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Til Schweiger pöbelt gegen den “Tatort”: “Augsburger Puppenkiste ist spannender”

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10:52 21.10.2019
Til Schweiger hat der „Tatort“ nicht gefallen. Quelle: imago images/Reiner Zensen
Berlin

Der „Tatort“ kam am Sonntagabend aus Wiesbaden. Mit dabei: Ulrich Tukur als Kommissar Murot – und eine Story mit jeder Menge Anspielungen auf alte Filmklassiker.

Einem berühmt-berüchtigten Film-Kritiker schien dieses Schauspiel jedoch nicht sonderlich gefallen zu haben: Til Schweiger. Er polterte am Abend, untermalt von insgesamt sechs Tränen-Lach-Emojis, auf seiner Facebook-Seite gegen die Produktion.

Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese “Kritik” geschrieben hast?!Ich werf mich wegJede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!

Gepostet von Til Schweiger am Sonntag, 20. Oktober 2019

Schweiger postete eine TV-Kritik aus der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. In dem Text versucht der Autor Oliver Jungen, die unzähligen Anspielungen in dem Film zu analysieren und schlussfolgert: „Auf jeden Fall ist dieser Thriller in bester Tukur-‚Tatort‘-Tradition dicht, spannend und stilvoll erzählt. Von solch gewitzten Tauchgängen in die Filmgeschichte kann man gar nicht genug bekommen.“

Til Schweiger sieht das ein wenig anders: „Lieber Oliver, was hast du genommen, bevor du diese ‚Kritik‘ geschrieben hast?!Ich werf mich wegJede Folge der Augsburger Puppenkiste war glaubwürdiger, besser gespielt und vor allem spannender!“, urteilt er.

„Es wird immer schlimmer“

Der Tatort aus Wiesbaden sorgt für Diskussionen. Quelle: HR/Bettina Müller

Mit der Meinung ist der Schauspieler nicht ganz allein. Seine Fans pflichten ihm in den Kommentaren bei: „Selten so einen schlechten ‚Tatort‘ gesehen – es wird immer schlimmer“, schreibt einer. „Vielleicht einfach mal wieder zurück auf normalen spannenden Krimi“, kommentiert ein anderer.

Doch es gibt auch andere Meinungen: „Der ‚Tatort‘ mit Ulrich Tukur war einfach klasse – ich habe mich sehr, sehr amüsiert. Zumal ich die Vorlage zu dieser tollen Persiflage aus den 1970igern damals auch gesehen hatte“, schreibt eine Nutzerin. „Ich finde die ‚Tatorte‘ mit Tukur bisher klasse. Ist mal was Neues. Einmal Murmeltiertag, einmal in Richtung Carpenter, find ich gut“, schreibt eine andere.

Ein weiterer Kommentator macht Anspielungen auf Schweigers eigene Tätigkeit als „Tatort“-Kommissar: „Ich fand ihn sehr unterhaltsam, wenn teilweise auch unglaubwürdig. Und wer im Glashaus sitzt, sollte eh nicht mit Steinen schmeißen!“

Tukur-„Tatorte“ voller Experimente

Til Schweiger war bislang in insgesamt fünf „Tatort“-Episoden als Kommissar Nick Tschiller zu sehen. Kritiker hatten die Folgen nicht gerade mit Lob überschüttet – ein Tatort-Kinofilm mit Schweiger in der Hauptrolle floppte nicht nur in den Kinosälen, sondern erzielte auch im TV nur eher überschaubare Einschaltquoten.

Die „Tatort“-Episoden mit Ulrich Tukur sind derweil auch nicht unumstritten. Unaufgeregte Sonntagabend-Krimis sucht der Zuschauer bei den Episoden aus Wiesbaden meist vergebens, stattdessen fassen die Produzenten ihre künstlerische Freiheit sehr weit. Das allerdings mit Erfolg: Beim Filmfestival Ludwigshafen hatte 2018 erstmals ein Fernsehkrimi den Hauptpreis gewonnen – der Tukur-„Tatort“ „Murot und das Murmeltier“.

Auch der aktuelle Fall am Sonntagabend war kein gewöhnlicher Krimi, sondern vielmehr eine Hommage an die brutalen B-Movie-Klassiker der späten Sechzigerjahre. Und wer weiß: Vielleicht enthält der nächste Wiesbaden-Krimi ja Anspielungen an die „Augsburger Puppenkiste“. Dann könnte es vielleicht auch Til Schweiger gefallen.

Von Matthias Schwarzer/RND

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