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Medien & TV „Titanic“ vergleicht sich mit Pussy Riot
Nachrichten Medien & TV „Titanic“ vergleicht sich mit Pussy Riot
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18:52 28.08.2012
Ein „sauberes“ Cover im August: In einem Prozess wehrt sich das Magazin „Titanic“ gegen das Verbot eines Titelbildes, das den Papst mit gelbem und  braunem Fleck auf der Soutane zeigte. Quelle: dpa
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Hamburg

Wenige Tage vor dem Prozess um seine verbotene Papst-Satire hat das Magazin „Titanic“ sich mit der russischen Band Pussy Riot verglichen. „Der Prozess gegen Pussy Riot hat die Welt für Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch entfesselte Autokraten sensibilisiert“, erklärte Chefredakteur Leo Fischer am Dienstag in Frankfurt.

Das Satiremagazin wehrt sich am Freitag vor dem Hamburger Landgericht gegen das Verbot eines Titelbildes. Das Magazin mit Redaktionssitz in Frankfurt hatte im Juli Papst Benedikt XVI. von vorn und hinten gezeigt - einmal mit gelbem, einmal mit braunem Fleck auf der Soutane. Die Überschrift lautete mit der Anspielung auf die Enthüllungsaffäre im Vatikan: „Halleluja im Vatikan - Die undichte Stelle ist gefunden!“

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Der Titel wurde verboten, nachdem die katholische Kirche eingeschritten war. Für die Zuwiderhandlung drohte das Gericht ein Ordnungsgeld von 250.000 Euro an.

Das Magazin kündigte an, mit der kompletten Belegschaft nach Hamburg zu reisen. Die Redakteure wollen sich dabei „symbolisch an den Michel festketten“ und einen Mittelaltermarkt veranstalten - mit Pranger und der „Möglichkeit, eine Hexe zu verbrennen (symbolisch)“, wie es in der Mitteilung vom Dienstag hieß. Der Michel ist eine der Hauptkirchen Hamburgs.

dpa/sag

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