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Medien & TV „Unser Song für Deutschland“ nur Platz drei bei den Quoten
Nachrichten Medien & TV „Unser Song für Deutschland“ nur Platz drei bei den Quoten
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19:18 19.02.2011
Lena verteidigt mit dem Lied „Taken By A Stranger“ den Titel beim Eurovision Song Contest. Quelle: dpa

Das Publikum hat entschieden: Mit dem Lied „Taken By A Stranger“ tritt Lena Meyer-Landrut am 14. Mai für Deutschland beim Eurovision Song Contest in Düsseldorf an. Die ARD-Fernsehzuschauer wählten den Titel am Freitagabend unter sechs Liedern aus. Lena selbst stand nicht zur Debatte. Grand-Prix-Profi Stefan Raab (44) hatte entschieden, dass die 19-Jährige auf jeden Fall noch einmal für Deutschland singen soll.

Das Interesse an der Fernsehsendung war vergleichsweise gering. Zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr kam der Grand-Prix-Vorentscheid nur auf Platz drei bei der Zuschauerzahl - hinter dem RTL-Quiz „Wer wird Millionär“ und der ZDF-Krimiserie „Der Staatsanwalt“. Wie letztes Jahr hatten die ARD und ProSieben gemeinsam den nationalen Vorentscheid organisiert.

Die anderen fünf Titel hießen „Maybe“, „What Happened To Me“, „A Million And One“, „Mama Told Me“ und „Push Forward“. Stefan Raab und seine beiden Mitjuroren Barbara Schöneberger und Adel Tawil hatten sich geschlossen für „Taken By A Stranger“ eingesetzt. Raab meinte, die Elektropop-Nummer habe das gewisse Etwas. „Das ist im Prinzip ’n Krimi, das ist das moderne „Peter und der Wolf““, sagte er.

Im Schnitt 3,25 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 10,1 Prozent) sahen die mehr als zweistündige Sendung am Freitagabend, die die dritte Show von „Unser Song für Deutschland“ war. So wenige Fans für das deutsche Prozedere vor dem internationalen Eurovision Song Contest gab es nicht, seitdem die ARD-Anstalt Norddeutscher Rundfunk (NDR) im Jahr 1996 die Federführung dafür übernommen hat.

Die ersten beiden Shows, die bei ProSieben liefen, waren noch schwächer gewesen: Sie hatten 2,62 Millionen (8,5 Prozent) und 1,82 Millionen (5,5 Prozent) Zuschauer.

Beim Lena-Casting im vergangenen Jahr war das ähnlich gewesen, allerdings zog das Finale damals deutlich mehr Fans an: Die ersten Auswahlshows hatten knapp zwei bis knapp drei Millionen Zuschauer, die Entscheidung sahen dann aber 4,5 Millionen (14,6 Prozent).

Den Sieg von Lena beim ESC 2010 in Oslo mit dem Lied „Satellite“ hatten dann am 29. Mai (in der Nacht zum 30. Mai) durchschnittlich 14,73 Millionen Zuschauer (49 Prozent Marktanteil) gesehen.

„Taken By A Stranger“ setzte sich beim Stechen mit „Push Forward“ am Ende der Show deutlich mit 79 zu 21 Prozent beim Zuschauer-Voting durch. Die Autoren des von Synthesizer-Klängen geprägten Elektropop-Lieds sind die Amerikaner Nicole Morier und Gus Seyffert sowie die in London lebende Norwegerin Monica Birkenes.

Lena sagte: „Ich bin mit der Auswahl sehr zufrieden! Der Song ist entweder richtig Hü oder richtig Hott. In Deutschland ist er jetzt Hü - und hoffentlich auch bald in ganz Europa.“ Stefan Raab meinte: „Mit dem Song haben wir sehr gute Chancen, vorne mitzumischen. Ich kann mir vorstellen, dass viele Leute die Entscheidung, mit so einem Song wiederzukommen, sehr mutig und sehr stilsicher finden.“

Der ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber betonte: „Mit der Akzeptanz der Sendung bin ich zufrieden: Wir haben viele, auch junge Zuschauer erreicht. Im Übrigen gilt: Hier geht es nicht um den Marktanteil einer einzelnen Sendung, sondern das Gesamtprojekt Eurovision Song Contest 2011.“

Der Mitwirkung von Stefan Raab als einer der Moderatoren des Finales am 14. Mai steht nun nichts mehr im Weg. Wäre einer der von ihm komponierten Songs als Lenas Lied gewählt worden, hätte der Entertainer nach dem Eurovisions-Reglement darauf verzichten müssen, die große Show neben Anke Engelke und Judith Rakers zu präsentieren.

dpa

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