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Medien & TV Unterschiedliche Vista-Versionen: Wer braucht was?
Nachrichten Medien & TV Unterschiedliche Vista-Versionen: Wer braucht was?
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15:29 15.12.2008
Windows Vista Home Premium
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Am Anfang steht die Wahl: Welches Vista soll es denn sein? Wie schon beim Vorgänger Windows XP bietet Microsoft auch sein neues Betriebssystem in unterschiedlichen Varianten an – diesmal noch in deutlich mehr. Für den deutschen Markt sind es allein fünf. Privatanwender stehen vor der Entscheidung zwischen drei Versionen, die sich vor allem optisch und in zusätzlichen Funktionen unterscheiden:

  • Windows Vista Home Basic,
  • Windows Vista Home Premium und
  • Windows Vista Ultimate.


Für Firmen gibt es zwei weitere Varianten:

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  • Windows Vista Business und
  • Windows Vista Enterprise.

In den Läden wird das Betriebssystem in vier verschiedenen Verpackungen zu haben sein - Enterprise gibt es nur für Großkunden.

32- und 64-Bit-Version

Jede einzelne Version mit Ausnahme von Vista Starter ist zusätzlich als 32- und 64-Bit-System erhältlich. Die Packungen enthalten dafür zwei DVDs - eine für 32-Bit, eine für 64-Bit. Theoretisch kann man beide Versionen nebeneinander auf dem Computer installieren und dann beim Hochfahren des Rechners entscheiden, welche gestartet werden soll. Microsoft trägt mit der 64-Bit-Version der veränderten Prozessorlandschaft Rechnung. Während frühere Windows-Systeme noch als 16- beziehungsweise 32-Bit-Varianten auf den Markt kamen (Windows 3.1 und Windows 2000/NT), setzt Microsoft nun den bereits bei XP eingeschlagenen Weg fort. Entsprechende Prozessoren wie der CoreDuo von Intel oder AMD Athlon 64 können mit einem auf 64 Bit ausgelegten System wie Vista - zumindest in der Theorie - schneller rechnen. In der Praxis bemerkbar machen dürfte sich dies jedoch nur bei umfangreichen Grafikanwendungen. Wenn Sie in Ihrem Computer beispielsweise 4 oder mehr Gigabyte an Speicher eingebaut haben und für Ihre Anwendungen auch benötigt werden, haben Sie einen guten Grund, auf die 64-Bit-Variante zu setzen.

Die 32-Bit-Version von Windows Vista dürfte noch eine Weile lang das häufigst eingesetzte System bleiben. Das höherwertige 64-Bit-System kann sich zwar auch der Durchschnittsanwender von seiner Windows-Vista-DVD installieren, den passenden Prozessor vorausgesetzt - allerdings kann es gut passieren, dass nicht für jedes eingebaute Stück Hardware der passende Treiber vom Hersteller parat ist. Der Hintergrund ist hochpolitisch: Ursprünglich wollte Microsoft in der 64-Bit-Variante von Vista nur überprüfte Soft- und Hardware starten lassen und besondere Schutzmechanismen für das Herz von Windows einbauen, den sogenannten Kernel. Das wäre im Extremfall so weit gegangen, dass selbst mancher Monitor oder alter Drucker nur dann zum Laufen gebracht werden kann, wenn ein passender, vom Hersteller signierter 64-Bit-Treiber vorhanden ist. Um solche Treiber zu signieren, müssen die Hersteller penibel mit Microsoft zusammenarbeiten. Die EU-Kommission witterte darin einen unzulässigen Wettbewerbsvorteil für Microsoft. Die Entwicklung von 64-Bit-Treibern verzögert sich dadurch. So mag Windows Vista auf einem 64-Bit-fähigen Computer zwar schneller laufen, Anfang 2007 sah es mit der Treiber-Unterstützung von Seiten der Hersteller eingebauter Hardware jedoch schlecht aus.

Viele Durchschnittsanwender dürften die zu erwartenden Treiberprobleme mit der 64-Bit-Variante zunächst scheuen und eine 32-Bit-Version aufspielen. Die 64-Bit-Version bleibt ein System der Zukunft. Entscheiden Sie sich im Zweifel für die 32-Bit-Fassung.

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