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Medien & TV Führerschein für Drohnen-Besitzer geplant
Nachrichten Medien & TV Führerschein für Drohnen-Besitzer geplant
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07:18 09.11.2015
Fotografen und andere gewerbliche Nutzer von Drohnen müssen bald ihre "fliegerischen und luftrechtlichen Kenntnisse" nachweisen. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Symbolbild
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Berlin

Das Bundesverkehrsministerium plant starke Einschränkungen für den Betrieb von Drohnen in Deutschland. Für gewerbliche Nutzer wie zum Beispiel Fotografen wird es künftig einen Führerschein geben. "Fliegerische und luftrechtliche Kenntnisse sind in einer Prüfung nachzuweisen", teilte das Ministerium am Sonntag mit. Die Verordnung sieht zudem vor, den Einsatz der ferngesteuerten Mini-Fluggeräte unter anderem auch über Unglücksorten, Gefängnissen, Kraftwerken oder Menschenansammlungen zu verbieten.

Besitzer sollen Drohnen registrieren

"Private Drohnen nehmen ständig zu. Daraus entstehen neue Gefährdungspotenziale, zum Beispiel durch Kollisionen oder Abstürze", sagte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) einer Mitteilung zufolge. "Ich werde die Nutzung von Drohnen deshalb neu regeln: Drohnen sollen zukünftig registriert werden, um den Eigentümer identifizieren zu können." Das soll für gewerblich und privat genutzten Geräte ab einem Gewicht von 0,5 Kilogramm gelten. Bei Missbrauch oder Unfällen ließe sich dann der Verursacher identifizieren.

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Flugverbote für bestimmte Gebiete

Drohnen-Flüge in Wohngebieten, über Bundesfernstraßen, Eisenbahnlinien, Unglücksorten, Einsatzgebieten der Polizei oder Industrieanlagen sollen außerdem verboten werden. Für den Betrieb von gewerblichen Drohnen werden zukünftig luftrechtliche Kenntnisse vorgeschrieben." Der private Einsatz von Drohnen werde neu geregelt, um Gefahren im Luftraum zu vermeiden oder Verletzungen von Personen am Boden zu verhindern, hieß es aus dem Ministerium.

Zunehmend Gefährdungen im Luftraum

Durch den Verkaufsboom bei den Fluggeräten registrieren Behörden verstärkt Gefährdungen und Belästigungen im Luftraum. Auf Flughäfen in Deutschland werden zunehmend riskante Drohnen-Flüge beobachtet. Im US-Staat Kalifornien musste die Feuerwehr nach Medienberichten Löschflüge unterbrechen, weil die Piloten durch umherfliegende Drohnen behindert wurden.

Pistorius unterstützt die Initiative

Die geplanten Einschränkungen finden Zustimmung beim niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius. "Drohnen werden in nicht allzu ferner Zukunft viele und wesentliche Bereiche unseres Alltags, aber auch der inneren Sicherheit elementar verändert haben", sagte der SPD-Politiker der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Gerade auch angesichts der Risiken, die damit verbunden seien, "braucht es schnell verbindliche gesetzliche Regelungen für den Betrieb".

dpa/wer

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