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Verstörender Internet-Clip: So wirbt Edeka für weniger Plastik

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13:04 05.09.2019
Obst in Plastik: Immer mehr Supermärkte entwickeln derzeit Alternativen.
Hamburg

Der Lebensmittelhändler Edeka ist bekannt für seine Viral-Videos im Netz. Alljährlich sorgt das Unternehmen vor allem mit seinen Weihnachts-Werbeclips für Aufsehen.

Jetzt legt Edeka mit einem neuen Video nach: In einem Werbespot wirbt das Unternehmen für weniger Plastik - und zieht dafür ziemlich drastische Vergleiche.

Verstörendes Ende bei Edeka-Clip

In dem Film ist eine schwangere Frau bei der Geburt eines Kindes zu sehen. Nach der Geburt schwenkt die Kamera auf das Krankenhaus-Personal. Ein lächelnder Mann hält das gesunde und schreiende Baby im Arm. Doch das Ende ist ziemlich verstörend: Das Kind ist nämlich komplett in Plastik eingepackt.

Dann wacht die Frau auf. Zum Glück war alles nur ein Traum. Doch neben ihr steht ihr Mann, der das eingekaufte Gemüse aus seiner Plastikverpackung holt. Es folgt eine Einblendung: "Natur kommt unverpackt. Mach mit und entscheide dich jetzt für unverpacktes Obst und Gemüse."

Zeitgleich zur Veröffentlichung des Videos hat Edeka auch eine Kampagnen-Website ins Leben gerufen. Darauf wirbt das Unternehmen für seinen Einsatz gegen weniger Plastik im Supermarkt.

Auch Edeka ist nicht plastikfrei

Die Werbekampagne ist mutig, denn das Sortiment von Edeka ist bei Weitem nicht plastikfrei. Allerdings biete man schon jetzt über die Hälfte des Obst- und Gemüsesortiments ohne Plastikverpackung an, heißt es in dem Video des Unternehmens.

In den vergangenen Monaten hatten immer mehr Supermarkt-Ketten Anstrengungen unternommen, Plastikverpackungen im Sortiment zu reduzieren. Rewe und Penny hatten beispielsweise angekündigt, ihre Gurken künftig ohne die typische Plastikhülle zu verkaufen.

Auch Aldi hatte kürzlich den Verzicht auf Plastik angekündigt. Beim Discounter liegen seit April dieses Jahres Gurken ohne Plastikfolie in der Gemüsetheke aus.

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Plastik-Wahn nimmt ein Ende

Andere Supermarkt-Ketten experimentieren auch mit alternativen Tragebeuteln an der Obst- und Gemüsetheke. Bei Lidl werden beispielsweise Netze aus Buchenholz getestet.

Zuletzt waren Supermärkte immer wieder wegen ihres Plastikwahns in die Kritik geraten. In den vergangenen Jahren hatte der Hype um To-Go-Salate in Plastikverpackungen seinen Höhepunkt erreicht. Einige Supermärkte hatten zeitweise sogar geschnittene Tomaten oder Bananen ohne Schale in Plastikverpackungen angeboten.

Viele Ketten hatten in der Vergangenheit vor allem mit der Qualitätssicherung argumentiert. Denn ohne Plastikverpackung können Obst und Gemüse schneller verderben.

RND/msc

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