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Medien & TV Viele Premieren und ein Jesus aus Knete
Nachrichten Medien & TV Viele Premieren und ein Jesus aus Knete
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18:40 10.04.2009
Von Christiane Eickmann
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Leonardo DiCaprio und Jennifer Connelly in "Blood Diamond" Quelle: Warner Bros.
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Osterfeuer, Eiersuchen, Gottesdienst oder Frühstücksbrunch, Lamm verspeisen – und dann schön im Fernsehsessel versinken: Im vergangenen Jahr saß jeder Deutsche an den Feiertagen im Schnitt täglich mehr als vier Stunden vor dem Fernsehapparat – und damit vierzig Minuten länger als im Jahresdurchschnitt. Die Sender buhlen dementsprechend mit Hollywood, Trickfilmen und Krimis in den nächsten Tagen um die Gunst der Zuschauer.

Filme für die ganze Familie sind vor allem auf den Privatsendern zu sehen. So zeigt SAT.1 am Sonnabend die lustige Dreamworks-Komödie „Ab durch die Hecke“ (20.15 Uhr): Ein paar Waldtiere wachen aus dem Winterschlaf auf und entdecken, dass eine Vorstadtsiedlung direkt an ihr Revier gebaut worden ist. In „Nachts im Museum“ (RTL, Ostersonntag, 20.15 Uhr) muss sich Ben Stiller in einem naturhistorischen Museum mit lebendig geworden Exponaten herumschlagen. „Mary Poppins“, den „supercalifragilisticexpialigetischen“ Disney-Klassiker zum Immerwiedersehen, zeigt SuperRTL am Ostermontag (20.15 Uhr).

Neben den Feiertags-Action-Klassikern „Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“ (RTL, Ostermontag, 20.15 Uhr), „Stirb langsam“ (PRO7, Ostersonntag, 22.50 Uhr) und „Stirb langsam 2“ (PRO7, Ostermontag, 22.40 Uhr) bietet das Programm in diesem Jahr viele Fernsehpremieren wie den spannenden Thriller „Blood Diamond“ (PRO7, Ostersonntag, 20.15 Uhr), in dem Leonardo DiCaprio Diamanten im bürgerkriegsgebeutelten Sierra Leone schmuggelt. Auch der toll ausgestattete Magier-Thriller „Prestige – Meister der Magie“ (PRO7, Ostermontag, 20.15 Uhr) mit Christian Bale, David Bowie und Hugh Jackman, ist zum ersten Mal im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen.

Keine Lust auf Hollywood? Die öffentlich-rechtlichen Programme setzen auf europäische Krimikost. In einer neuen Folge aus der Krimi-Reihe „Wilsberg“ („Der Mann am Fenster“, ZDF, Sonnabend, 20.15 Uhr) wird Georg Wilsbergs (Leonard Lansnik) Freund Ecki (Oliver Korritke) nach einem verhängnisvollen Verkehrsunfall verhaftet. Stoisch wie einst Marlow ermittelt in der ARD der norwegische Privatdetektiv Varg Veum (Trond Espen Seim) düstere Fälle in der Reihe „Der Wolf“ („Gefallene Engel“, Sonnabend, 22.55 Uhr; „Auf eigene Faust“, Ostersonntag, 22.45 Uhr und „Tote Hunde beißen nicht“, Ostermontag, 22.45 Uhr). Die spannende Serie ist in Norwegen Kult. Wenig spannend schleppt sich dagegen der ZDF-Zweiteiler „Echo der Schuld“ (Ostersonntag, 21.50 Uhr und Ostermontag, 22 Uhr) nach einem Roman von Charlotte Link dahin: Die Geschichte einer durch einen Unfall traumatisierten Mutter (Anna Loos), die über die Entführung der eigenen Tochter wieder mit ihrem Ehemann zusammenkommt ist lieblos erzählt. Da kann auch die immer wieder schräg gekippte Kamera nichts retten.

Klassische Musik und gutes Essen gehören zwingend zu einem gelungenen Osterfest. Arte zeigt an Ostermontag (21 Uhr) mit Händels Oratorium „Messias“ eines der beliebtesten Werke des kirchlichen Repertoires. Solisten der Produktion des Theaters an der Wien sind unter anderem Bejun Mehta und Susan Gritton. Für die Einstimmung ins Ostermenü sorgen am Ostersonntag (ARD, 17.15 Uhr) Tim Mälzer und Alfred Biolek, die sich zum „Kochgipfel“ treffen.

Die Osterbotschaft sowie Filme christlichen Inhalts fehlen im Osterprogramm selbstverständlich auch nicht. Der Papst erteilt den Segen „Urbi et orbi“ aus Rom am Ostersonntag ab 10.25 Uhr in der ARD und auf Phoenix. Den evangelische Ostersonntagsgottesdienst zeigt das ZDF ab 9.30 Uhr; am Ostermontag um 10 Uhr übertragen ARD und NDR einen evangelischen Gottesdienst aus der Jugendkirche Hamburg-Groß Flottbek. Originell: In der „Mann der 1000 Wunder“ wird Jesus’ Leben, Kreuzigung und Wiederauferstehung mit Knetfiguren dargestellt (KIKA, Sonnabend, 13.05 Uhr). Dokumentationen zur Jesus-Forschung zeigt am Sonntag um 9 Uhr Phoenix („Kaiphas und Pilatus. Wer ist schuld am Tod von Jesus Christus?“) und um 20.15 Uhr SuperRTL mit zwei Episoden der Reihe „Jesus von Nazareth: Mensch, Messias und Märtyrer“.