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Nachrichten Medien & TV VroniPlag-Gründer weist Vorwürfe zurück
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11:11 05.08.2011
VroniPlag Gründer Heidingsfelder weist Vorwürfe zurück, er hätte aus parteipolitischem Interesse die Doktorarbeiten von FDP-Politikern unter die Lupe genommen.
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Berlin

Der Gründer der Plagiate-Plattform VroniPlag hat den Vorwurf zurückgewiesen, dass er aus parteipolitischem Interesse die Doktorarbeiten von FDP-Politikern unter die Lupe genommen hat. "Das ist Unsinn", sagte Martin Heidingsfelder am Freitag. Zwar sei er Mitglied der SPD, aber nur als einfaches Parteimitglied, und "die Plattform ist sicherlich keine Gliederung der SPD". Zudem gebe es auch einen SPD-Politiker, dessen Doktorarbeit von VroniPlag untersucht worden sei, sagte der Internet-Unternehmer aus Erlangen. Dabei handelt es sich um Uwe Brinkmann, Mitarbeiter des Hamburger SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs. Dieser gab nach Bekanntwerden der Plagiatsvorwürfe seine Promotionsurkunde freiwillig zurück.

Heidingsfelder entschloss sich am Donnerstag, aus der bisherigen Anonymität herauszutreten. Nachdem sein Klarname bereits vereinzelt genannt worden war, habe er auf diese Weise weiteren Spekulationen Einhalt gebieten wollen. Zuvor war Heidingsfelder in VroniPlag nur mit dem Pseudonym Goalgetter aufgetreten. Der FDP-Europa-Abgeordnete Georgios Chatzimarkakis, dem nach den Recherchen in VroniPlag der Doktortitel aberkannt wurde, warf Heidingsfelder in der "Bild"-Zeitung kommerzielle und parteipolitische Interessen vor. Auch die ebenfalls für die FDP dem Europaparlament angehörende Politikerin Silvana Koch-Mehrin verlor aufgrund der Untersuchungen von VroniPlag ihren Doktortitel.

Zuvor hatte Heidingsfelder auch im GuttenPlag Wiki mitgearbeitet, dessen kollektive Recherchen am 1. März zum Rücktritt von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg geführt hat. "Finanzielle Interessen bestanden bei mir nicht", betonte Heidingsfelder. Er habe mehrere Projekte ehrenamtlich gemacht, auch die Arbeit in GuttenPlag und VroniPlag. "Herr Chatzimarkakis soll sich an die eigene Nase fassen", sagte der Gründer der Plagiate-Plattform. "Unerhört finde ich, dass er als überführter Plagiator, der den Doktortitel verloren hat, an seinem Mandat festhält, obwohl er seine Karriere auf diesem Titel aufgebaut hat." Das sei seine private Meinung, die sicherlich nicht alle bei VroniPlag teilten.

dpa