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Medien & TV „Westdeutsche Zeitung“ halbiert Redaktion
Nachrichten Medien & TV „Westdeutsche Zeitung“ halbiert Redaktion
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17:13 28.03.2014
Vor anderthalb Jahren wurden bereits 40 Stellen bei der „Westdeutsche Zeitung“ gestrichen. Quelle: dpa
Düsseldorf

Kündigungen seien unvermeidlich, auch wenn der Stellenabbau so sozialverträglich wie möglich gestaltet werden solle. Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) befürchtet einen Verlust an Meinungsvielfalt und sprach von einem "Schritt in Richtung publizistische Sackgasse". Die Beschäftigten wurden am Donnerstag auf Mitarbeiterversammlungen über die Pläne informiert, am Dienstag sollen Verhandlungen mit dem Betriebsrat beginnen.

Vor anderthalb Jahren waren bereits 40 Stellen bei Produktion, Anzeigen und Vertrieb gestrichen worden. Die kommissarisch vom bisherigen stellvertretenden Chefredakteur Lothar Leuschen geleitete "Westdeutsche Zeitung" hat eine verkaufte Auflage von rund 97.000 Exemplaren. Sie liefert den überregionalen Teil zudem seit 1948 an das "Solinger Tageblatt" und den "Remscheider General-Anzeiger". Köhler widersprach Darstellungen, der überregionale Teil solle künftig zugekauft werden. Ein Team von sieben Autoren - bislang arbeiten 25 Mitarbeiter in der Mantelredaktion - werde weiterhin bestimmen, welche Inhalte in den Mantel fließen, der auch künftig an die Partnerzeitungen geliefert werden soll.

Ausgegliedert werde ausschließlich die technische Produktion. Hier sei die WZ mit zwei anderen Zeitungen in Verhandlungen, der Verlag der "Rheinischen Post" sei nicht darunter. Als Ziel der Maßnahmen nannte Köhler, die WZ in einer durch Anzeigen- und Auflagenrückgang angespannten finanziellen Situation "wirtschaftlich zukunftsfähig aufzustellen und publizistische Vielfalt so weit wie möglich aufrecht zu erhalten".

Daher würden keine Ausgaben eingestellt. Zum Konzept gehört nach den Worten des Geschäftsführers, die "Kernregionen" Düsseldorf, Krefeld und Wuppertal zu stärken, in denen drei Viertel der Auflage verkauft würden. Die WZ wird seit 1887 herausgegeben. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich von der niederländischen Grenze bis ins Bergische Land. Der DJV beklagte, die Pläne seien ein neuer Einschnitt in die Meinungs- und Medienvielfalt in Nordrhein-Westfalen.

Vor anderthalb Wochen hatten der Verlag M. DuMont Schauberg und der Heinen-Verlag angekündigt, dass mehrere Lokalredaktionen der Tageszeitungen "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Kölnische Rundschau" von Juni an kooperieren sollen. Bis 2015 sollen 30 Redakteursstellen sozialverträglich abgebaut werden. Die Essener Funke Mediengruppe hatte vor gut einem Jahr die Redaktion der in Dortmund erscheinenden "Westfälischen Rundschau" mit 120 Mitarbeitern geschlossen, die Inhalte für die Lokalteile kommen seither auch von anderen Verlagen.

epd

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