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Nachrichten Medien & TV Wie man Google besser nutzt
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13:28 10.09.2009
Richtig eingesetzt, taugt die Suchmaschine als wertvolles Nachschlagewerk für jegliche Information, die im Web verfügbar ist.
Richtig eingesetzt, taugt die Suchmaschine als wertvolles Nachschlagewerk für jegliche Information, die im Web verfügbar ist. Quelle: Screenshot
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„Ich tippe hier mühsam http://www.haz.de ein, finde aber immer nur so alte Nachrichten“, fragt ein Nutzer am Redaktionstelefon. In Wahrheit hat er die Adresse in das Suchfeld von Google eingetippt, das bei vielen Browsern als Startelement eingestellt ist, so zum Beispiel auch auf der T-Online-Startseite. Und als Ergebnis werden manche älteren Treffer der HAZ-Seite gespeichert, die Google gespeichert hat.

In der Tat ist es für einen Neuling verwirrend, wie die Browser heutzutage daherkommen. Unterhalb eines Menüs finden sich Pfeile, ein Häuschen, eine Eingabezeile mit einer meist vorbelegten http-Adresse, eine weitere Eingabezeile mit einer Lupe, darunter Anklicknamen und schließlich eine Webseite, die noch einmal mit einer eigenen Navigationsstruktur daherkommt. Findet sich hier auf der voreingestellten Startseite von zum Beispiel MSN (von Microsoft) oder T-Online oder Google ein weiteres Eingabefeld, ist die Verwirrung perfekt: Wo trägt man letztlich eine Internetadresse ein?

Die Antwort: Die einzugebende Internetadresse gehört in das mittlere obere Eingabefeld. Dort kann man etwas wie http://www.haz.de eintippen, um zum Beispiel auf die Seite der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung zu gelangen. Dieses Feld ist das zentrale Steuerelement beim Surfen im Netz. Auf das lästige „http://“ kann man verzichten, vielfach auch auf das „www.“. Rechts daneben ist dagegen ein Eingabefeld vorgesehen, das einzelne Suchbegriffe aufnehmen kann – und das diese dann an eine Suchmaschine wie zum Beispiel Google weiterleitet. Hier gibt man keine Internetadresse ein, sondern Suchbegriffe wie „Hannover Nachrichten“. Der Browser leitet diese Worte dann als Anfrage an die voreingestellte Suchmaschine weiter. In dem meist weiß und groß dargestellten Bereich darunter ist die eigentliche Seite zu sehen, die man gerade aufgerufen hat.

Je nachdem, welchen Browser man benutzt (zum Beispiel den Internet Explorer von Microsoft oder Firefox von der Mozilla Foundation) wird hier eine besondere Seite angezeigt. Der Internet Explorer zeigt üblicherweise eine Seite von MSN, dem Microsoft Network. Firefox zeigt eine Seite der Suchmaschine Google. Und wenn man eine Internet-Zugangssoftware von T-Online oder 1&1 installiert hat, wird als Startseite gern auch mal die Homepage des jeweiligen Unternehmens eingerichtet – die dann wiederum als vermeintlich erleichterndes, aber vielfach eben auch verwirrendes Element eine Eingabezeile fürs Suchen im Netz bereitstellt.

Die Startseite fürs Web lässt sich in den Einstellungen des Browsers ändern. Und wenn man nicht gerade ein Nachrichtenjunkie ist, tut man gut daran, eine leere Webseite als voreingestellte Startseite einzustellen. Man wird weniger abgelenkt und kann sich auf das konzentrieren, was man am Rechner erledigen möchte – zum Beispiel eine bestimmte Internetadresse eintippen oder etwas bei Google suchen, nachdem man „google.de“ in das Adressfeld eingetippt hat.

Google ist fürs Suchen nach Informationen im Netz das Maß der Dinge. Richtig eingesetzt, taugt die Suchmaschine als wertvolles Nachschlagewerk für jegliche Information, die im Web verfügbar ist. Google hat fürs Web eine Bedeutung erlangt, die weltweit einzigartig ist. Was Google nicht kennt, hat vordergründig keine Bedeutung. Im Hintergrund gibt es selbstverständlich Milliarden weiterer Informationen. Nur wenn sie per Google nicht auffindbar sind, verlieren diese Informationen zumindest auf den klassischen Wegen der Internetrecherche an Relevanz.

Google findet vieles, aber nicht alles: Informationen aus dem sogenannten „Dark Web“ hat das US-Unternehmen möglicherweise nicht erfasst. Das „Dark Web“ beschreibt Webangebote, die ihrerseits eigene Datenbanken abfragen. Beispiel: Das Textarchiv der New York Times ist zwar unter www.nytimes.com verfügbar, nicht aber über Google.

Für den Otto-Normal-Surfer ist Google bei aller Kritik ein wunderbarer Einstieg ins Netz. Man gibt ein paar Suchbegriffe ein, und in „0,32 Sekunden“ stellt Google die ersten „Treffer“ bereit. Damit das funktioniert, sind vom Google-Netzwerk aus rund um die Uhr „Robots“ unterwegs. Sie klappern stets aufs Neue Webseiten ab und verschlagworten das Gefundene. Mehrere Tausend Server erledigen das. Und mehrere Tausend weitere Server stehen dann bereit, um die Suchabfragen aus aller Welt entgegenzunehmen und Listen zu den gewünschten Schlagworten zusammenzustellen.