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Medien & TV Tausend Jahre gesund leben
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13:12 11.01.2014
Prof. Eckhard Wolf (l.) will Spenderorgane in Schweinen züchten. Quelle: ZDF
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Hannover

Aubrey de Grey will nicht weniger als das Altern abschaffen. Kein Wunder: „Altern ist“ – so heißt es im Film tatsächlich – „die Todesursache Nummer eins“. 90 Prozent aller Todesfälle gehen auf altersbedingte Erkrankungen zurück, meldet die Weltgesundheitsorganisation. Gelänge es, das Altern aufzuhalten, könnten wir de Grey zufolge locker ein paar Tausend Jahre lang gesund leben – Autounfälle und andere Eventualitäten natürlich ausgeschlossen. Wie das Ganze funktionieren könnte, diskutieren de Grey und seine Kollegen alle zwei Jahre auf der Konferenz für Altersforschung in Cambridge. Auch andernorts arbeiten Wissenschaftler an der ewigen Jugend oder an Teilbereichen davon. Prof. Hartmut Geiger etwa ist Stammzellforscher an der Uniklinik in Ulm. Geiger interessiert sich dafür, wie die unglaublich entwicklungsfähigen Stammzellen Krankheiten heilen und die menschliche Gesundheit im Allgemeinen verbessern können. Sein Traum: eine tägliche Pille, die uns ewig jung hält.

Einen ähnlichen Ansatz verfolgen Sarah Strauß und Prof. Kerstin Reimers-Fadhlaoui in der Medizinischen Hochschule Hannover. Nur, dass die Biologinnen sich nicht die Stammzellen zum Vorbild nehmen, sondern den sonderbaren Schwanzlurch Axolotl, der farblos oder dumpfgrau im ewigen Larvenstadium in mexikanischen Gewässern lebt. Sein Talent ist die ungeheure Regenerationsfähigkeit, mit der er jegliche Organe und Extremitäten wieder nachbilden kann.

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Bis dieser Mechanismus womöglich einmal beim Menschen zur Anwendung kommt, müssen sich diejenigen, die etwa eine Hand verloren haben, mit Prothesen behelfen – die allerdings immer ausgefeilter werden. So arbeitet der niedersächsische Hersteller Otto Bock schon an der Gedankensteuerung von Prothesen, während Prof. Eberhart Zrenner von der Universitätsaugenklinik Tübingen einen Chip entwickelt, mit dem Blinde wieder sehen können. Und in München erforscht Prof. Eckhard Wolf, wie sich Tierorgane als Ersatz für fehlende menschliche Spenderorgane nutzen lassen.

Markus Mühldorfers Film „Ewig jung“ bringt den Zuschauern die Faszination von Forschungsbereichen wie Biotechnologie und Prothetik nahe, ohne dabei zu komplex zu wirken. Das klassische Wissenschaftsmagazin setzt auf kurze Sequenzen und animierte Grafiken, die selbst Schwerverdauliches nachvollziehbar erläutern. Und ehe man aus dem Staunen wieder herauskommt, hat man gelernt, was sich hinter so sperrigen Begriffen wie „adulte Stammzellen“ oder „Xenotransplantation“ verbirgt.

Nicola Zellmer

„Ewig jung“ | ZDFinfo
Wissenschaftsmagazin
Heute, 15.50 Uhr

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