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Medien & TV Ägyptische Moderatoren müssen abspecken
Nachrichten Medien & TV Ägyptische Moderatoren müssen abspecken
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08:02 19.08.2016
Die ägyptische Fernsehmoderatorin Khadija Khattab fühlt sich diskriminiert und will nun, dass ihre Zuschauer über ihre Bildschirmtauglichkeit abstimmen. Quelle: Screenshot/Channel 2
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Kairo

Diese hätten drei Monate Zeit, um abzunehmen, sagte der Regional-Direktor des staatlichen ägyptischen Fernsehens und Radios, Hani Dschaafar, am Donnerstag der Zeitung "Masry al-Youm". "Rund 90 Prozent der männlichen und weiblichen Moderatoren sind übergewichtig", erklärte er. Eine Kommission solle nach Ende der Frist unter anderem deren Gewicht und Kleidung bewerten. "Jeder, der als ungeeignet angesehen wird, wird auf eine Stelle versetzt, die nichts mit Präsentation zu tun hat", sagte Dschaafar weiter.

Erst in den vergangenen Tagen hatten ägyptische Medien berichtet, das Staatsfernsehen habe acht Moderatorinnen für einen Monat vom Bildschirm genommen. Sie dürften erst dann wieder auf Sendung gehen, wenn sie ausreichend Gewicht verloren hätten. Dies sei ein erster Schritt, um die gesunkenen Einschaltquoten wieder nach oben zu treiben, schrieb die staatliche Zeitung "Al-Ahram".

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Kriterien für Kameratauglichkeit unklar

Vorwürfe von Menschen- und Frauenrechtsbewegungen, die Frauen würden diskriminiert, wies die Chefin der Rundfunkgesellschaft Ägyptische Radio- und Fernsehunion, Safaa Hegasy, zurück. "Wie kann es in einer Institution mit einer Frau an der Spitze Diskriminierungen gegen Frauen geben", sagte sie. Vielmehr sei das Kameraverbot Teil eines Projekts zur "Weiterentwicklung von Form und Inhalt des Rundfunks".

Indirekt warf Hegasy den betroffenen Moderatorinnen vor, erst seit ihrer Anstellung zugenommen zu haben. Eine von ihnen, Khadija Khattab , spricht von Rufmord. Die Entscheidung über die Medien zu veröffentlichen, komme einer "Diffamierung" der betroffenen Moderatorinnen gleich. "Wir müssen wissen, wer darüber entscheidet, welche Moderatorin kameratauglich ist, und was genau die Kriterien sind."

Aussehen spielt groß Rolle

Dagegen unterstützte der Medienexperte Sami Abdel Asis die Entscheidung. Das Aussehen einer Moderatorin spiele eine große Rolle, sagte er der Zeitung "Al-Ahram". Wirke sie fit, komme dies auf dem Bildschirm als "spritzig und dynamisch" rüber.

RND/dpa/afp

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