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Medien & TV „taz“-Mitbegründer soll Kinderschänder gewesen sein
Nachrichten Medien & TV „taz“-Mitbegründer soll Kinderschänder gewesen sein
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12:56 23.01.2011
An der Odenwaldschule soll ein ehemaliger „taz“-Mitbegründer Kinder sexuell missbraucht haben. Quelle: dpa
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Zu den Kinderschändern an der Odenwaldschule soll auch ein späterer Mitbegründer der Tageszeitung „taz“ gehört haben. Der mittlerweile gestorbene Lehrer werde mit sexuellen Übergriffen auf mindestens neun Jungen in Verbindung gebracht, sagte die von der Schule eingesetzte Sonderermittlerin Brigitte Tilmann und bestätigte entsprechende Medienberichte.

Laut „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ war der Mann von 1969 bis 1972 als Kunstlehrer an der renommierten Schule im südhessischen Heppenheim. Er starb den Angaben zufolge 2009, laut „taz“ im Alter von 64 Jahren. In deren Bericht heißt es: „Die Indizien und Belege sind eindeutig.“ Der frühere Kollege - er arbeitete demnach auch für „Spiegel“, „Stern“ und „Die Zeit“ - habe als Lehrer sexuelle Gewalt gegen Jungen ausgeübt.

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Tilmann, früher Präsidentin des Oberlandesgerichts Frankfurt, und die Wiesbadener Anwältin Claudia Burgsmüller hatten Mitte Dezember ihren 35 Seiten langen Abschlussbericht über den Missbrauchsskandal an der Reformschule vorgelegt. Darin ist von mehr als 130 Opfern die Rede, die ihren Lehrern ausgeliefert waren. Die Übergriffe liegen meist schon Jahrzehnte zurück. Tatzeitraum waren hauptsächlich die Jahre 1965 bis 1985. Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelte gegen etwa ein Dutzend Ex-Lehrer, stellte die Verfahren aber meist wegen Verjährung ein.

Zu den Übergriffen des Kunstlehrers sei es auch auf einer Reise nach Griechenland gekommen, sagte Tilmann. Den Stein ins Rollen brachten laut Abschlussbericht drei Betroffene, die zur Tatzeit zwischen 12 und 14 Jahre alt waren.

dpa

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An der von Missbrauchsskandalen erschütterten Odenwaldschule hat es nach einem Zeitungsbericht bis noch vor wenigen Jahren Übergriffe gegeben. Ein Übergriff habe sich „noch bis zur Mitte dieses Jahrzehnts“ hingezogen, sagte der Frankfurter Opferanwalt Thorsten Kahl im Magazin „Der Spiegel“.

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