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Medien Journalisten aus den USA und Frankreich getötet
Nachrichten Medien Journalisten aus den USA und Frankreich getötet
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14:54 22.02.2012
Kämpfe in Syrien gehen weiter. Zwei Journalisten wurden getötet. Quelle: dpa
Paris/Washington/Damaskus

Sie seien bei einem Angriff auf das seit Wochen belagerte Viertel Baba Amro ums Leben gekommen, sagte der Leiter der Organisation, Rami Abdel Rahman. Die französische Regierung bestätigte den Tod.

Aktivisten berichteten, dass die Reporterin und der Fotograf ein Medienzentrum der Oppositionellen besucht hätten, als dieses attackiert wurde. Beide seien noch unter dem Schutt des Gebäudes begraben. Wegen der andauernden Angriffe könnten sie nicht geborgen werden, hieß es.

Nach Angaben von Aktivisten aus Homs wurden mindestens drei weitere westliche Journalisten bei dem Beschuss auf den Stadtteil verletzt. Von syrische Truppen abgeschossene Granaten seien auf einem Gebäude gelandet, wo sich unter anderem ein Brite und eine Französin aufgehalten hätten. Die französische Reporterin müsse dringend ärztlich versorgt werden, sagte Omar Homsi. „Das ist absolut erschütternd“, kommentierte der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand die Berichte aus Homs.

Bei den Getöteten handelt es sich nach Angaben aus Paris um die US-Amerikanerin Mary Colvin und den für die Agentur IP3 Press arbeitenden französischen Fotoreporter Rémi Ochlik. Die französische Tageszeitung „Le Figaro“ bestätigte, dass ihre Reporterin Edith Bouvier unter den Verletzten ist.

Bereits im Januar war in Syrien der französische Journalist Gilles Jacquier ums Leben gekommen. Er wurde bei einem Mörserangriff in Homs getötet, als er in Begleitung staatlicher Aufpasser ein Viertel von Anhängern des Präsidenten Baschar al-Assad besucht hatte. Die syrischen Behörden machten „bewaffnete Terroristen“ für den Angriff verantwortlich. Die Oppositionsbewegung versicherte, dass der Journalist nicht bei einem Angriff von Deserteuren aus der syrischen Armee ums Leben gekommen sei. Die französische Justiz leitete ein Ermittlungsverfahren wegen vorsätzlicher Tötung ein.

dpa

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