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Medien "Wired" startet in Deutschland
Nachrichten Medien "Wired" startet in Deutschland
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19:45 08.09.2011
Von Frerk Schenker
In den USA ist das Magazin bei Technik- und Internetfans längst Kult.

Mit der „Wired“ will der Verlag „gebildete, einkommensstarke Männer“ erreichen – durch eine Mischung aus Technik, Wissenschaft, Lifestyle, Wirtschaft und Kultur. Und so gibt es auf 134 Seiten (fast) alles, was das Männerherz begehrt (sogar eine Seite über Fußball).

Für die Premiere hat die Redaktion bekannte Namen der Technik-Netzwelt-Computer-Szene verpflichtet: Starautor Jeff Jarvis, die Journalisten Thomas Wiegold und Mario Sixtus, den Blogger Richard Gutjahr. Chefredakteur Thomas Knüwer verspricht Themen, die „visionär und überraschend“ sind. Überraschungen gibt es, die Visionen aber lassen auf sich warten. Jarvis’ Essay über Johannes Gutenberg als ersten „Technologieunternehmer der Geschichte“ ist nett – mehr nicht. Die Artikel über das Sex-Netzwerk Badoo und das Darknet, die Untergrundseiten im Internet, bleiben an der Oberfläche. Wer lange Texte erwartet, ist bei „Wired“ ohnehin falsch aufgehoben. Überzeugen können die Blattmacher vor allem mit einer starken Bildsprache, frischer Optik und bunten Grafiken, auch wenn die oft zu verspielt wirken.

Noch gibt es „Wired“ (Startauflage: 160.000 Exemplare) nur als Beilage des Männermagazins „GQ“ (5 Euro), ab Oktober wird die Premierenausgabe auch separat für 3,80 Euro verkauft. Für iPad-Nutzer wird zudem eine umfangreiche App (2,99 Euro) angeboten. Auch wenn Form und Frequenz noch offen seien, Condé Nast wolle „wahrscheinlich mit der Marke weiterarbeiten“, sagt Verlagschef Moritz von Laffert. Der Erstling ist dafür nicht die schlechteste Grundlage. Nur dürfen’s künftig ein bisschen mehr Mut und Tiefgang sein.

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