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Meinung Kommentar zur Briefzustellung: Nicht alle Wünsche werden wahr
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Deutsche Post: Kommentar: Nicht alle Wünsche werden wahr

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21:50 03.12.2019
Die Post wünscht sich Erleichterungen bei der Briefzustellung. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Hannover

Wer Briefe noch mit der Hand schreibt, könnte auch mit der Postkutsche verreisen – beides gilt einer großen Mehrheit als gleichermaßen antiquiert. Ähnlich altertümlich wirkt die Gewohnheit, auch montags den Briefkasten zu öffnen, denn in der Regel findet sich dort nichts außer der Reklame von Pizza-Lieferanten oder anderen mobilen Dienstleistern. Viele Menschen werden deshalb überrascht zur Kenntnis nehmen, dass in Deutschland die Post auch zu Beginn der Woche zugestellt werden muss – im Prinzip zumindest.

Da die Menge der Briefe kontinuierlich kleiner wird, ist das insbesondere für die Deutsche Post eine lästige Pflicht. Dass der ehemalige Monopolist bei der Forderung nach deren Abschaffung Unterstützung von der Monopolkommission erhalten würde, hätte man in der Konzernzentrale wohl kaum zu hoffen gewagt. Sollte es auch noch gelingen, im Zuge der bevorstehenden Reform des Postgesetzes die Vorgabe zu kippen, dass mindestens 80 Prozent aller Briefe am nächsten Tag bei den Empfängern sein müssen, wäre das Glück in Bonn wohl vollkommen.

Doch selbst in der Weihnachtszeit werden nicht alle Wünsche wahr. Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Bundesregierung nur Geschenke verteilt – ganz ohne Gegenleistungen wird die Deutsche Post nicht davonkommen. Wenn dabei die weitreichende Befreiung von der Umsatzsteuer in den Blick geriete, wäre das wenig überraschend: Dieses Privileg wird dem Konzern gewährt, um eine flächendeckende Versorgung sicherzustellen. Wer an einer Stelle Abstriche fordert, wird in anderen Bereichen um Zugeständnisse nicht herumkommen.

Von Jens Heitmann

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