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Meinung Kommentar zur MHH: Wem nützt das Versteckspiel?
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Igor K. an der MHH: Kommentar: Zu viele Fragen offen

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11:08 18.02.2020
Massive Sicherheitsvorkehrungen an der MHH – zu den Hintergründen erfährt die Öffentlichkeit kaum etwas. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Seit Tagen liegt ein Mann aus Montenegro in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Und je länger er dort liegt, desto größer wird das Problem – für die MHH selbst, für die Polizei und für den Innenminister. Denn bei allen Rechten, die der Schwerverletzte hat, regt sich mittlerweile berechtigte Kritik daran, dass es zu wenige Antworten auf zu viele Fragen gibt.

Zum Beispiel: Warum waren die Behörden nicht auf die Ankunft eines offenbar stark gefährdeten Mannes eingestellt – hat die Klinik da etwas versäumt? Hätte man den Patienten nicht anderswo behandeln können, statt den Betrieb eines Universitätsklinikums zu gefährden und zu stören? Hat man Patienten und Mitarbeiter der MHH einer Gefahr ausgesetzt, ohne sie darüber zu informieren? Und neuerdings: Was ist das überhaupt für ein Mann, der dort unter massiver Polizeibewachung liegt?

Klinik, Polizei und Ministerium ist die Kommunikation entglitten

Innenminister Boris Pistorius hat schon recht, wenn er sagt, man habe den Mann schließlich nicht hergeholt. Aber nun ist er eben mal da. Und die spontane Reaktion der Behörden war, bewaffnete Polizisten in einer Uniklinik aufmarschieren zu lassen, ohne der Öffentlichkeit zu erklären, warum. Dass das herauskommen musste, war klar. Und seit es so gekommen ist, ist Klinik, Polizei und Ministerium die Kommunikation entglitten.

Niemand muss wissen, was der Mann genau hat und wie es ihm geht. Aber die Öffentlichkeit hat ein Recht zu erfahren, ob eine Gefahr droht, was ihre Abwendung kostet und wer die bezahlt. Das gilt nicht zuletzt für die Mitarbeiter der MHH.

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Von Felix Harbart

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