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21:29 17.02.2019
Die Aussichten an der Aktienbörse haben sich verdüstert. Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa
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Hannovers

Den wenigen verbliebenen Optimisten gehen allmählich die Argumente aus: Die Aussichten für die Aktienmärkte haben sich so sehr verdüstert, dass immer mehr Akteure ihre Anlagen in Anleihen umschichten. Auffällig war dabei zuletzt, dass die lang laufenden Renten stärker anzogen als die Kurzläufer – in der Konsequenz flacht die Zinskurve weiter ab. Gemeinhin wird so ein Trend als Vorbote einer Rezession gewertet, somit verstärkt sich die ohnehin schon schlechte Stimmung auch noch selbst.

Die Commerzbank beziffert das Risiko eines Konjunktureinbruchs für Deutschland auf 22 Prozent – eine erstaunlich konkrete Zahl, wenn man bedenkt, dass gerade eher diffuse Ängste die Wahrnehmung bestimmen: Die Furcht vor einem „harten Brexit“, die Sorgen bezüglich einer weiteren Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China oder – insbesondere in Deutschland – die Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Autoindustrie alten Schlages.

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An der Börse richten sich die Blicke dieser Tage deshalb weniger auf die einzelnen Unternehmen und mehr auf die Indikatoren für die Konjunktur insgesamt. In dieser Woche wird es so gesehen erst am Ende richtig spannend: Am Donnerstag werden die weltweiten Einkaufsmanager-Indizes erwartet und am Freitag folgt in Deutschland der Ifo-Geschäftsklimaindex.

Von Jens Heitmann

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