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Meinung Wie wär’s mit Methan?
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20:31 17.04.2019
Nach Ansicht des Ifo-Instituts klimafreundlich und eine „ideale Brückentechnologie“: Erdgasautos. Quelle: obs/erdgas mobil GmbH
Hannover

Ein emotionales Thema war das Auto in Deutschland schon immer. Stritt man sich früher um die Frage, ob das BMW-Getriebe sich knackiger schaltet als das von Mercedes, so geht es heute um den Antrieb der Zukunft: Ist das Elektroauto wirklich das Maß der Dinge – oder schadet es dem Klima genauso stark wie der Verbrenner?

Der streitbare Professor Hans-Werner Sinn versucht nun, die heilige Elektro-Kuh zu schlachten. Seine Studie hat jedoch Tücken. Forscher haben viel Interpretationsspielraum bei der komplexen Frage, wie viel Energie die Produktion der Komponenten kostet. Andere Analysen sehen die Stromer jedenfalls schon heute als die grünere Alternative. Und wenn Deutschland künftig noch mehr Ökoenergie produziert, fahren Batterieautos automatisch klimafreundlicher durch die Gegend. VW schwebt sogar vor, seine Akkus mit Windstrom zu bauen.

Doch die Energiewende stockt, und klimaneutrale Produktion ist noch Zukunftsmusik. Sinn verweist deshalb zu Recht auf Gas als Brückentechnik. Methanautos werden stark unterschätzt. Sie sind grün und günstig. Sie stoßen weniger CO2 aus. Feinstaub und Stickoxide spielen fast keine Rolle. Die Tankkosten sind deutlich niedriger als beim Benziner. In der Anschaffung kosten sie kaum mehr. Tankstellen gibt es in Deutschland rund 900. Trotzdem interessieren sich Autokäufer kaum für die Technik. Das hat mit Problemen älterer Modelle zu tun, die längst behoben sind. Auch die CO2-Strategie der EU spielt eine Rolle: Sie übertreibt die Vorteile von E-Autos maßlos und fördert Methan nicht. Für Autohersteller lohnt sich die Technik deshalb kaum – leider.

Von Christian Wölbert

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