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Kommentar: Weiter Weg zur Wasserstoffwirtschaft

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21:04 26.08.2019
Mithilfe von Windstrom wollen die norddeutschen Bundesländer in großem Stil umweltfreundlichen Wasserstoff erzeugen. Quelle: Carmen Jaspersen/dpa
Hannover

Die Energiewende sollte einen Durchschnittshaushalt im Monat nicht mehr kosten als eine Kugel Eis: So hat es der damalige Umweltminister Jürgen Trittin einst versprochen. Dass die Rechnung heute deutlich höher ausfällt, liegt auch daran, dass der Windstrom von der Küste nicht zu den Verbrauchern gelangt – die Betreiber der Anlagen bekommen aber trotzdem Geld, wenn sie ihre Energie wegen drohender Netzüberlastung nicht einspeisen dürfen. Im vergangenen Jahr waren das 364 Millionen Euro – Tendenz steigend.

Um sich aus dieser Misslichkeit zu befreien, gibt es zwei Möglichkeiten: Mehr Leitungen und mehr Speicher. Da der Ausbau des Netzes weit hinter dem Zeitplan zurückbleibt, gewinnt die Suche nach Alternativen zum Transport an Dringlichkeit. Die Idee, überschüssigen Strom aus Wind- oder Solaranlagen mithilfe von Elektrolyse in Wasserstoff zu verwandeln, hat deshalb Charme. In großem Maßstab gedacht, ließen sich mit Blick auf den Klimaschutz gleich mehrere Probleme auf einmal lösen – beim Verkehr, im Wärmemarkt und bei industriellen Prozessen.

Zumindest in der Theorie – in der Praxis ist der Weg in Richtung Wasserstoffwirtschaft noch weit. Auch wenn sich in den vergangenen Monaten die Ankündigungen zu entsprechenden Projekten gehäuft haben, so bleiben es eben doch: Projekte. Noch ist die Technologie schlicht zu teuer, um den Durchbruch zu schaffen. Das spricht nicht gegen ambitionierte Pläne für eine „norddeutsche Wasserstoffstrategie“ – man sollte aber die Erwartungen nicht zu hoch hängen: Zunächst geht es um die Koordination von Forschung und Entwicklung.

Von Jens Heitmann

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