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Kommentar zu Bayer: Gegen Ängste helfen keine Argumente

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21:03 09.08.2019
Mit mehr als 18 000 Glyphosat-Klagen konfrontiert: Der Bayer-Konzern in Leverkusen. Quelle: Oliver Berg/dpa
Hannover

Bisher hat keine Zulassungsbehörde weltweit den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat verboten. Auch in unzähligen Studien finden sich keine Hinweise darauf, dass bei ordnungsgemäßer Anwendung des Pflanzengifts Menschen zu Schaden kommen. Zudem weisen Landwirte immer wieder darauf hin, dass sie ohne diesen Wirkstoff häufiger mit dem Pflug über die Felder müssten, mit der Folge, dass ihre Böden schneller austrocknen. Gegen die Angst vor Krebs jedoch kommen all diese Argumente nicht an – damit steht Glyphosat eher früher als später vor dem Aus.

Bayer hat diese Gefahr gewaltig unterschätzt. Als der Konzern den Konkurrenten Monsanto und damit auch das Unkrautmittel für 63 Milliarden Dollar übernahm, war das Geschäft ein großer Hoffnungsträger. Nur anderthalb Jahre später sieht sich der Konzern in den USA mit mehr als 18 000 Klagen konfrontiert – auch deshalb hat die Bayer-Aktie seither mehr als ein Drittel an Wert verloren. Dass der Vorstand lange keinen Vergleich in Betracht gezogen hat, war vor allem taktisch motiviert: Man wollte sichergehen, nicht zu viel zu zahlen. Die nunmehr kolportierten 8 Milliarden Dollar wären zwar keine kleine Summe – die Reaktion an der Börse zeigt aber, dass die Anleger mit mehr gerechnet haben.

Von Jens Heitmann

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