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Meinung K+S-Konzern auf Schrumpfkurs
Nachrichten Meinung K+S-Konzern auf Schrumpfkurs
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00:19 01.09.2018
Schließt: Die Esco-Zentrale in Hannovers Innenstadt. Quelle: Villegas
Hannover

Mit dem Aus für die K+S-Tochter Esco in Hannover setzt sich in der Region der Niedergang einer Branche fort, die hier einst eine wichtige Rolle spielte. Der Kalikonzern K+S, früher als Kali und Salz bekannt, war ein großer Arbeitgeber mit einigen Tausend Beschäftigten. Davon ist nur noch ein Rest geblieben – der nun weiter schrumpft.

Ganz aus heiterem Himmel kommt die Entscheidung nicht. Vorstandschef Burkhard Lohr hatte bald nach seinem Antritt 2017 eine neue Strategie vorgestellt. Ein Ziel ist es, die noch getrennt arbeitenden Bereiche enger zusammenzuführen – im Management-Sprech mit dem Begriff „One Company“ überschrieben. Dazu passt eine selbstständig operierende Salzsparte nicht mehr. Von der neuen Organisation verspricht sich der Konzern einen konkreten Nutzen in Form von „Synergieeffekten“ im dreistelligen Millionenwert. Was damit konkret gemeint ist, zeigt sich jetzt in Hannover.

Der Konzern kämpft seit Jahren mit Problemen: In Deutschland macht der Umweltschutz die Kaliförderung teuer, der Weltmarkt für Kalidünger erlebte einen Einbruch, das neue, mit Milliardenaufwand errichtete Kaliwerk in Kanada läuft noch nicht rund, das stark ausgeweitete Salzgeschäft erfüllt die hohen Erwartungen nicht. Zugleich ist die Verschuldung stark gestiegen.

Lohr steht also unter Druck der Aktionäre, das Ruder herumzureißen. Sein selbstbewusster Vorgänger Norbert Steiner war eher durch große Versprechen aufgefallen, die sich nicht halten ließen. Den Preis der neuen Strategie zahlen die Beschäftigten. Aber immerhin ist K+S als Unternehmen bekannt, das seine Leute nicht im Regen stehen lässt.

Von Albrecht Scheuermann

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