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Meinung Kommentar zu RWE: Der Wattikan will grüner werden
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Kommentar zu RWE: Der Wattikan will grüner werden

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21:08 30.09.2019
Will mit Ökostrom weltweit wachsen: Der RWE-Konzern. Quelle: Imago Images
Hannover

Nicht nur im Ruhrgebiet galt RWE lange als der „Wattikan“ – als eine Macht mithin, gegen die wenig geht. Zusammen mit der anderen Reviergröße Eon gab man in der Energiepolitik selbstbewusst den Ton vor und engte den Entscheidungsspielraum der Politik ein. Insofern deckte sich der Slogan vom „VoRWEggehen“ mit dem Selbstverständnis – selbst dann noch, als der Konzern bereits die Deutungshoheit in der Debatte verloren hatte und dem Zeitgeist mühsam hinterherhinkte. Erst vor zwei Jahren kassierte RWE das Motto still und heimlich ein.

Für das eigene Image spielte das schon keine Rolle mehr. Wer heute nach einem Symbol für das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätskraftwerk sucht, findet es im Hambacher Forst: Ein Versorger, der auch noch die letzten Reste eines Waldgebietes wegbaggern lässt, um billig an Braunkohle zu kommen. Kein Konzern in Europa stößt so viel klimaschädliches Kohlendioxid aus wie Deutschlands größter Stromproduzent. So etwas kommt inzwischen auch außerhalb der radikaleren Ökoszene schlecht an.

Dass nun ausgerechnet Eon einen Ausweg aus diesem selbst verschuldeten Dilemma bietet, ist nicht ohne Ironie – denn auch der alte und neue Partner gefällt sich noch nicht allzu lange als Vorreiter der Energiewende. Durch die Übernahme der Ökostrom-Aktivitäten des Essener Nachbarn wirdRWE auf einen Schlag weltweit zur Nummer zwei bei Windparksauf dem offenen Meer und zur Nummer drei in Europa im Bereich erneuerbarer Energien insgesamt. Ach, aber: Seine Tagebaubetriebe und Kohlemeiler betreibt der Konzern natürlich weiter.

Von Jens Heitmann

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