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Kommentar zum Brötchenverkauf am Sonntag: Das Glück der Kunden

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21:11 17.10.2019
Bäckereicafés dürfen Brötchen nun sonntags länger verkaufen. Quelle: Peter Kneffel/dpa
Hannover

Lange hat es gedauert, aber jetzt ist es klar: Ein Brötchen kann auch ohne Wurst, Käse oder Marmelade verzehrt werden. Es ist schon pur eine „zubereitete Speise“, hat jetzt der Bundesgerichtshof in dritter und letzter Instanz entschieden. Das mag nach juristischer Haarspalterei klingen, ist aber im Ergebnis eine gute Nachricht für Kunden wie Bäckereien. Denn die Definition führt dazu, dass Backwaren an Sonntagen nicht mehr nach fünf Stunden aus den Regalen geräumt werden müssen.

Sonntags sind frische Brötchen damit ganztägig zu bekommen, was besonders die Langschläfer unter den Kunden freuen dürfte. Andere werden sich eher bei Brezeln und Rosinensemmeln für den Nachmittag oder beim Brot für den Abend bedienen. Wer bisher zu spät kam, musste mitunter mit ansehen, wie einwandfreie Backwaren weggepackt wurden. Sie landeten dann zum Teil bei Tafeln für Bedürftige, nicht selten aber in Futtertrögen von Schweinen. Mit solcher Verschwendung könnte nun Schluss sein.

Mehr als die Hälfte der Bäckereien in den Städten betreibt mittlerweile nebenbei ein Café. Um gegen die Konkurrenz, nicht zuletzt der Tankstellen und der Betriebe an Bahnhöfen, zu bestehen, nutzen sie dies als legale Möglichkeit für eine längere Sonntagsöffnung. Getrickst haben manche bisher bei der zeitlichen Begrenzung des Brötchenverkaufs, die sie zu Recht als wenig sinnvoll empfanden. So wurden zum Beispiel kleine Kerben in Brötchen geschnitten und diese mit einem Hauch von Butter versehen, um sie als „zubereitete Speisen“ länger verkaufen zu dürfen. Solche Spielchen sind nun, dem BGH sei Dank, nicht mehr nötig.

Von Gabriele Schulte

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