Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Mehr Autonomie tut Traton gut
Nachrichten Meinung

Kommentar zum Lkw-Geschäft von Volkswagen: Mehr Autonomie tut Traton gut

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:47 04.06.2019
Produktion bei MAN: Die Münchner bilden mit Scania den Kern des Lkw-Geschäfts von Volkswagen. Quelle: Sven Hoppe/dpa
Hannover

Es wird vorerst wohl nicht das Geschäft der Superlative, das man einmal erwartet hatte. VW bringt seinen Lkw-Konzern Traton in vergleichsweise kleinen Schritten an die Börse. Für VW ist dieser Börsengang dennoch ein großer Schritt – mental. Dass man etwas aus der Hand gibt, ist in Wolfsburg noch nicht gelernt. Zwar interessiert sich dort kaum jemand sonderlich für Trucks. Aber dass in einem großen Konzernbereich andere mitreden könnten, kam lange nicht infrage.

Das Verständnis einer Konzernfamilie ist bei Volkswagen tief verwurzelt. Neue Mitglieder nahm man über die Jahre reihenweise auf, aber man geht nicht wieder auseinander. Diese Familie soll niemand verlassen. Dahinter steckte nicht nur ein phasenweise krampfhafter Drang nach Größe und Bedeutung. Es schwang auch die Überzeugung mit, dass VW das Maß der Dinge sei, quasi alternativlos. Wie könnte es jemand anderswo besser haben?

Doch, das geht, wenn man bisher Stiefkind ist. Traton kann von seiner wachsenden Selbstständigkeit nur profitieren, und auch andere Bereiche wie die MAN-Großmotoren oder der Getriebebauer Renk werden zu Recht unter die Lupe genommen. Der Umbau des Kerngeschäfts rund ums Auto saugt so viele Ressourcen auf, dass für manches Randgeschäft nicht mehr genug bleiben wird – und ein Partner, ein Teil- oder auch Komplettverkauf die besseren Perspektiven bieten. Dass man mit solchen Geschäften verantwortungsvoll umgeht und sie nicht irgendwelchen Zockerbuden in die Hand gibt, sollte klar sein. Der Traton-Börsengang ist ein Beispiel dafür, dass sich auch das Bild der VW-Familie verändert.

Von Stefan Winter

Meinung Kommentar zu Boeing - Teure Erkenntnis

Die Pannenserie bei Modellen vom Typ 737 Max reißt nicht ab. Dies könnte für Boeing teuer werden – denn der Konzern muss mit hohen Schadensersatzforderungen von Airlines rechnen, meint unser Kommentator.

03.06.2019

Vor dem Hintergrund der Dominanz von Dealern rund um den Vahrenwalder Platz plädiert Redakteur Tobias Morchner für einen grundsätzlich anderen Umgang mit der Drogenproblematik. Durch Legalisieren könne man den Kriminellen das Geschäft verderben, die Polizei entlasten und den Suchtkranken besser helfen.

04.06.2019
Meinung Kommentar zur Kaufprämie für Elektroautos - Ein weiter Weg zur E-Mobilität

Der Bund verlängert die Zuschüsse für den Kauf von E-Autos. Das ist nicht falsch – aber vor allem muss bei den Lademöglichkeiten nachgebessert werden, meint unser Kommentator.

31.05.2019