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Kommentar zum VW ID: Zwei Ziele auf einmal

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00:25 11.05.2019
Das neue Elektroauto ID.3 der Marke Volkswagen soll vom Sommer 2020 an ausgeliefert werden. Quelle: Kay Nietfeld/dpa
Hannover

Die Reichweite ist zu gering, das Laden dauert zu lange, die Preise sind zu hoch: Mit solchen Vorurteilen gegen Elektroautos geht VW offensiv um. Anstatt sie totzuschweigen, baute Vertriebschef Jürgen Stackmann sie am Mittwoch in seine Präsentation ein – und versuchte dann, eins nach dem anderen zu widerlegen.

In vielen Punkten muss man ihm recht geben. Auch wenn 300 bis 400 Kilometer Reichweite im Vergleich zu einem Verbrenner nicht gerade toll klingen, reicht das im Alltag eigentlich fast immer. Der Einstiegspreis von knapp 30 000 Euro schreckt erst mal ab, doch in Deutschland kann man davon noch 4000 Euro Umweltprämie abziehen, außerdem müssen Elektroautos seltener in die Werkstatt. Unter dem Strich sind sie deshalb günstiger, als viele meinen.

Ob die Kunden dem folgen, steht aber auf einem anderen Blatt. Außerdem ist noch offen, ob VW seine Versprechen wirklich halten kann. Die Wolfsburger haben sich nämlich zwei ehrgeizige Ziele auf einmal gesteckt: Der ID. 3 soll nicht nur der E-Mobilität zum Durchbruch verhelfen, er soll als eine Art rollendes Smartphone auch voll mit der Cloud vernetzt werden.

Das Internet ist jedoch nicht gerade die Stärke der Wolfsburger. Den meisten ihrer bisherigen Apps war kein großer Erfolg beschert. Und die Software des kommenden Golf 8 hat noch so viele Macken, dass das Modell zunächst nur mit abgespeckten Funktionen auf den Markt kommt. Das ist unangenehm genug. Beim Zukunftsmodell ID wären solche Holprigkeiten oder gar Verzögerungen beim Marktstart aber noch peinlicher, zumal Tesla Dinge wie Softwareupdates aus der Ferne längst beherrscht. VW hat sich also ziemlich viel auf einmal vorgenommen.

Von Christian Wölbert

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