Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Kommentar zur Batteriezellenfertigung: Für Salzgitter eine Chance
Nachrichten Meinung

Kommentar zur Batteriezellenfertigung bei VW: Für Salzgitter eine Chance

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:59 23.09.2019
Produktion von Batteriezellen: Ein VW-Mitarbeiter in einem Reinraum im Werk Salzgitter. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Volkswagen hat sich entschieden: Anders als andere deutsche Hersteller setzt der Konzern beim Antrieb der Zukunft ausschließlich auf Strom. Daraus folgt ein gewaltiger Einkaufsbedarf: Nur für die erste Welle seiner neuen E-Autos benötigt VW Batteriezellen im Wert von 50 Milliarden Euro. Um sich aus der totalen Abhängigkeit asiatischer Hersteller zu befreien, will der Konzern nun auch in die Produktion der Zellen einsteigen – auch mit diesem Schritt geht Volkswagen deutlich weiter als die Konkurrenz.

Für das Werk in Salzgitter liegt darin eine Chance. Denn unabhängig davon, ob die große Wette des Vorstandes am Ende aufgeht, ist klar, dass Autos mit Benzin- oder Dieselantrieb mittelfristig von den Straßen verschwinden werden. Was das für die rund 8000 Beschäftigten an einem der wichtigsten Motorenstandorte im Konzern bedeutet, liegt auf der Hand: Ihre Arbeitsplätze werden sich entweder massiv verändern – oder irgendwann überflüssig.

Auch wenn man das in Wolfsburg vermutlich nicht gerne hört: Im Kern kopiert VW die Strategie von Tesla. Der US-Konzern hat zusammen mit Panasonic ein eigenes Werk für die Zellfertigung in die Wüste von Nevada gestellt, um den Antrieb seiner Elektroautos abzusichern. Volkswagen macht das – noch – eine Nummer kleiner: Der Partner ist kein japanischer Großkonzern, sondern ein schwedisches Start-up; und die Kapazität macht nur einen Bruchteil der Gigafactory jenseits des Atlantiks aus. Die Ambitionen aber sind bei den Niedersachsen ungleich größer: Volkswagen will auch bei Elektroautos weltweit die Nummer eins werden.

Von Jens Heitmann

Hundertausende demonstrieren für eine andere Klimapolitik – und die Bundesregierung enttäuscht sie bitterlich. Es wird Zeit, die Lücke zwischen radikalen Ideen und praktischer Politik zu schließen, meint HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt.

21.09.2019

Die Commerzbank ist auf dem richtigen Weg zu einer Mischform aus traditioneller Beraterbank und digitalem Finanzdienstleister, meint unser Kommentator. Doch das neue Strategieprogramm dürfte kaum ausreichen – eine Fusion wird voraussichtlich wieder ein Thema werden.

20.09.2019

Autobanken sollen vor allem Neuwagen finanzieren. Girokonten zählen nicht zum Kerngeschäft – also ist es nur konsequent, wenn die VW Bank diese auf den Prüfstand stellt, meint unser Kommentator.

19.09.2019