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Kommentar zur Batteriezellenfertigung in Salzgitter: Für VW ist das nur der Anfang

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01:15 16.05.2019
Neue Aufgabe für das VW-Werk in Salzgitter. Der Autobauer steigt in die Produktion von Batteriezellen ein. Quelle: Philipp von Ditfurth/dpa
Hannover

Wer demnächst Hunderttausende Elektroautos bauen will, kommt eigentlich nicht umhin, auch die dafür nötigen Batteriezellen zu produzieren. Theoretisch könnte man diese zwar auch weiterhin von Zulieferern aus Fernost beziehen – in der Praxis aber hat Volkswagen erfahren müssen, dass mit der Abhängigkeit von Produzenten in China und Südkorea auch die Preise steigen. Insofern gab es zum Aufbau einer eigenen Fertigung keine Alternative; offen war nur die Entscheidung für den Standort.

Dass ein Werk in Niedersachsen den Zuschlag erhalten würde, lag politisch gesehen nahe – schließlich ist das Land der zweitgrößte Anteilseigner des Konzerns. Mit Blick auf die Herstellungskosten hätte es auch Alternativen gegeben: Wegen der hohen Strompreise in Deutschland gelten Standorte in anderen Teilen Europas für die energieintensive Fertigung von Batteriezellen als attraktiver. Auch um diesen Nachteil auszugleichen, spekulieren hiesige Autohersteller auf Subventionen seitens der Bundesregierung.

So groß die Freude in Salzgitter über die Entscheidung von Volkswagen sein mag – die Risiken sind immens. Der Know-how-Vorsprung asiatischer Produzenten ist erheblich, auch beim Zugriff auf die Rohstoffe liegen sie vorn. Und wenig spricht dafür, dass die Regierungen dieser Länder künftig darauf verzichten werden, ihren Herstellern unter die Arme zu greifen. Schließlich ist die Fertigung der Batteriezellen – zumindest auf absehbare Zeit – die Schlüsseltechnologie für den epochalen Wandel der Autoindustrie. Eine Investition von einer Milliarde Euro kann folglich nur der Anfang sein, wenn VW der Konkurrenz auf diesem Feld ernsthaft Paroli bieten will.

Von Jens Heitmann

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