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Kommentar zur Deutschen Messe: Zu euphorisch?

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21:14 04.09.2019
Auf der Hannover Messe stand der 5G-Standard bereits im Mittelpunkt. Quelle: Rainer Dröse
Hannover

Auch die Cebit hat mal klein angefangen. Als das „Centrum für Büro- und Informationstechnik“ 1970 an den Start ging, war es im Wortsinne eine Randerscheinung: Die Halle 1 galt damals zwar als sehr modern, aber durch ihre Lage ganz im Norden war sie vom Geschehen auf dem übrigen Messegelände auch ein Stück weit abgekoppelt. Ihrem Erfolg konnte das nichts anhaben – der Einzug der Computer und des Internets in den Alltag von Industrie und Verbrauchern machten die IT-Messe schnell zu einer ganz eigenen Größe.

Inzwischen ist beides Geschichte – die Halle 1 gilt heute als veraltet und wird nicht mehr genutzt; die Cebit hat sich überlebt, weil längst alles mit allem vernetzt ist und die Branche keinen Sonderstatus mehr genießt. Insofern mag es überraschen, dass die Deutsche Messe glaubt,rund um einen neuen Mobilfunkstandard neue Ausstellungsformate etablieren zu können. Wenn diese Technologie wirklich – wie propagiert – den Beginn einer weiteren Innovationswelle markiert, dürfte sie schon bald zum Standard mobiler Maschinen werden. Ob es dann noch einen Bedarf für eine eigene 5G CMM Expo gibt?

So gesehen müssen die Veranstalter fast schon darauf hoffen, dass sich das neue Netzwerk langsamer verbreitet, als das offiziell verlautbart wird. Die Chancen dafür stehen nicht einmal schlecht: Die Netzbetreiber leiden noch immer darunter, dass sie bei der Versteigerung der Vorvorgänger-Lizenzen viel zu euphorisch waren. Durch den 3G-Standard hat sich nur der Wettbewerbsdruck erhöht – nicht aber die Profitabilität der Anbieter. Diese Erfahrung könnte das Tempo beim Ausbau der neuen Mobilfunkgeneration drosseln.

Von Jens Heitmann

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