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Kommentar zur Konjunktur:Bescheidenere Zeiten

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00:17 31.05.2019
Die deutsche Wirtschaft hängt stark von Exporten ab. Ihr macht ein gedämpfter Welthandel zu schaffen. Quelle: Markus Scholz/dpa
Hannover

Die Warnsignale häufen sich, dass sich die deutsche Wirtschaft auf bescheidenere Zeiten einstellen muss. Immer mehr Forschungsinstitute und Spitzenverbände korrigieren ihre Konjunkturprognosen nach unten – und machen deutlich, dass die Bundesrepublik auch im internationalen Vergleich nicht gut dasteht. Bewahrheitet sich etwa die Prognose der OECD, fällt das Wirtschaftswachstum hierzulande in diesem Jahr geringer aus als im gesamten Euro-Raum; niedriger auch als etwa in Frankreich und im vom Brexit-Chaos geplagten Großbritannien. Auch dort sind die Aussichten nicht rosig – doch Deutschland hinkt beim Wachstum eher hinterher, anstatt die Rolle einer Konjunkturlokomotive in Europa auszufüllen.

Die erleichternde Botschaft ist: Bisher gibt es keinen Grund, von einer Krise zu sprechen. Der Start ins Jahr war besser als erwartet, und noch sind sich die Experten einig, dass das Bruttoinlandsprodukt weiter zulegt. Das liegt besonders an der stabilen Binnenkonjunktur. Die Beschäftigung ist hoch, in vielen Branchen gab es deutliche Lohnerhöhungen, die Renten wurden angehoben – dies führt zu steigenden Konsumausgaben.

Der Industrie hingegen machen ein gedämpfter Welthandel und internationale Handelskonflikte zu schaffen. Wenn die Geschäfte schlechter laufen, halten sich Firmen bei Investitionen zurück – das kann sich mit einiger Verzögerung auch am Stellenmarkt niederschlagen. Im Vergleich mit anderen Industrieländern müssen deutsche Unternehmen etwa mit hohen Energiekosten zurechtkommen. Auch die Besteuerung ist hier vergleichsweise hoch. Wenn die Konjunkturflaute länger anhält, wird die Bundesregierung also kaum umhinkommen, für eine Entlastung der Wirtschaft zu sorgen.

Von Dirk Stelzl

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