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Meinung Ungerührte Taktiker
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20:50 15.01.2019
Wer steigt bei der kapitalschwachen Landesbank ein? Zentrale der Nord/LB in Hannover. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa
Hannover

Um eine Abwicklung der Nord/LB zu vermeiden, müssen alle Beteiligten eine nicht ganz triviale Frage klären: Wer will sich wann mit wem in welcher Form und zu welchem Risiko zusammentun? Auch nach mehrmonatigen Sondierungen sind die Unterhändler einer Antwort nicht wirklich näher gekommen, bisher erscheinen nur einzelne Optionen etwas unwahrscheinlicher zu sein als andere. Doch dieses Spiel auf Zeit ist endlich: Die Aufsichtsbehörden drängen auf eine Entscheidung – die Alternative ist das Ende der Bank.

Eindeutig positioniert haben sich bisher nur die niedersächsischen Sparkassen. Ihr Verband lehnt jede weitere Finanzspritze für die Nord/LB kategorisch ab – und darf sich dabei der Unterstützung der einzelnen Institute sicher sein. Die anderen Landesbanken tun so, als gehe sie das Geschehen in Hannover nichts an – nur der Spitzenverband ist schon seit geraumer Zeit um eine Lösung bemüht, die das öffentlich-rechtliche Lager künftig vor ähnlichen Krisen bewahren kann und die zukunftsfähige Strukturen schafft.

Die Landesregierung ist dabei Akteur und Zuschauer zugleich: Sie muss sich vorwerfen lassen, die prekäre Lage ihrer Bank zu lange schöngeredet zu haben – inzwischen aber kann sie nur noch darauf hoffen, dass sich die Vertreter von Sparkassen und Landesbanken doch noch zusammenraufen – oder sie muss einen Finanzinvestor finden, um die Nord/LB zumindest aus ihrer akuten Notlage zu befreien. Für große Teile der Bank haben Private-Equity-Firmen jedoch keine Verwendung, das Schicksal dieser Einheiten und der dort Beschäftigten wäre damit ungewiss. Die Taktiker im öffentlich-rechtlichen Lager berührt das augenscheinlich wenig.

Von Jens Heitmann

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