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Niedersächsische Wirtschaft: Kommentar: Unverzichtbarer Geldstrom aus Wolfsburg

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09:00 26.11.2019
Die Hoffnungen von Volkswagen hängen an der Elektromobilität – dies gilt auch für große Teile der niedersächsischen Wirtschaft. Quelle: Jan Hübner/Imago Images
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Hannover

Das Wohl der niedersächsischen Wirtschaft hängt am Auto: Zwei Drittel der Wertschöpfung im Land stammen aus dem Fahrzeugbau, ein knappes Viertel steuern die Zulieferer bei. Bisher war diese Abhängigkeit kein Nachteil, sondern ein Garant für Wachstum und Beschäftigung. Der dramatische Wandel in der Autoindustrie stellt dieses Erfolgsrezept jedoch infrage: Selbst wenn sich Volkswagen mit der einseitigen Ausrichtung auf den Elektromotor nicht verspekuliert, wird der Umbruch in Niedersachsen viele Jobs kosten, weil die neue Technik weniger Einzelteile benötigt.

Noch schlagen sich diese Herausforderungen für viele nicht im Alltag nieder. Viele Traditionsunternehmen behaupten sich im aktuellen Geschäft trotz wachsender Risiken für die Konjunktur in Summe noch erstaunlich gut – ob es sich um Volkswagen oder andere Firmen handelt. Beim Blick nach vorn jedoch ist das kaum von Belang: Für die Stabilität von heute kann sich morgen niemand mehr etwas kaufen. Das gilt insbesondere für die Industrie und die Kette ihrer Zuarbeiter.

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In der Bilanz der Hannoverschen Beteiligungsgesellschaft (HanBG) finden sich diese Herausforderungen gebündelt: Die Holding lebt von den Dividenden von Volkswagen und Salzgitter – ohne diese Zahlungen müsste sie den Betrieb einstellen. Noch ist die Holding für die Landesregierung ein bequemes Vehikel, um ihre Beteiligungen ohne größeres öffentliches Aufsehen zu verwalten. Das Interesse würde vermutlich spürbar steigen, wenn der Geldstrom aus Wolfsburg eines Tages weniger üppig ausfiele als gewohnt.

Von Jens Heitmann

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