Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Kommentar zur Absicherung von Pauschalurlaubern: Eine Reform ist nötig, aber nicht einfach
Nachrichten Meinung

Pauschalreise-Absicherung: Kommentar: Eine Reform ist nötig, aber nicht einfach

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:44 28.10.2019
Nach der Insolvenz von Thomas Cook ist der Imageschaden für die Pauschalreise groß. Quelle: Silas Stein/dpa
Hannover

Eine Pleite wie die von Thomas Cook hat sich in der Reisebranche niemand vorstellen können. Kleinere Veranstalter hat es immer wieder mal erwischt – aber dass die Nummer zwei der Branche tatsächlich Insolvenz anmelden würde, galt trotz der seit Jahren offensichtlichen Finanznöte als ausgeschlossen. Schließlich hatte der Konzern bisher immer wieder Geldgeber aufgetrieben. Auch deshalb haben die Unternehmen auf eine bessere Absicherung ihrer Kunden verzichtet. Wegen des vermeintlich geringen Risikos glaubten sie, sich höhere Prämien ersparen zu können.

Nun ist der Schock groß: Wenn Urlauber, die auf das Rundum-sorglos-Versprechen der Veranstalter vertraut haben, weniger als ein Drittel ihrer Zahlungen zurückbekommen, schadet das dem Image der Pauschalreise erheblich. Um das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen, muss die Branche die Haftungsregelungen deutlich verbessern – das bisherige System hat seine Unzulänglichkeit eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Eine Reform wird jedoch nicht einfach, dafür sind die Interessen der Beteiligten zu unterschiedlich.

Die vorherrschende Regelung mit einer Absicherung von 110 Millionen Euro bevorzugt die Marktführer: Während kleinere Konkurrenten für ihr gesamtes Geschäft Prämien zahlen, müssen Tui & Co. nur einen Teil ihres Milliardenumsatzes versichern. Als Alternative gilt deshalb ein Garantiefonds, in den die gesamte Branche gemäß ihrer Finanzkraft einzahlt. Andere EU-Länder verfügen darüber bereits. Ein solcher Topf füllt sich jedoch nicht von heute auf morgen – und in der Zwischenzeit würde das Risiko einer neuerlichen Großinsolvenz weiter bestehen.

Von Jens Heitmann

Das hannoversche Wahlergebnis ist ein Desaster für die SPD. Daran trägt sie selbst die Schuld. Zugleich zeigt es, wie gespalten die Lebenswelten in der Stadt sind. Wer hier gewinnen will, muss weiter denken, meint HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt.

28.10.2019

Ein Böllerverbot allein würde den Klimawandel nicht aufhalten. Aber es wäre ein wichtiges Symbol: Wir müssen einen anderen Lebenswandel finden, kommentiert HAZ-Redakteur Ronald Meyer-Arlt.

26.10.2019

Bei der Oberbürgermeisterwahl können sich die Menschen in Hannover zwischen guten Kandidaten entscheiden. Am Ende muss der Gewinner zeigen, dass er die anstehenden Probleme lösen kann, meint HAZ-Chefredakteur Hendrik Brandt.

26.10.2019