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Meinung Prognosen unter Vorbehalt
Nachrichten Meinung Prognosen unter Vorbehalt
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01:15 26.04.2019
Dem Baugewerbe geht es bestens – doch viele exportierende Unternehmen rechnen mit sinkenden Umsätzen. Quelle: Alexander Heinl/dpa
 Hannover

Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie, soll Ludwig Erhard einmal gesagt haben. Vielleicht betonen die Industrie- und Handelskammer Niedersachsen und das Institut der deutschen Wirtschaft deshalb so oft, dass von einer Krise keine Rede sein könne. Anscheinend will man die Firmen nicht noch zusätzlich verunsichern, wenn schon der erratische Donald Trump und der ewige Brexit die Planung erschweren.

Tatsächlich gibt es keinen Grund für Alarmismus. Der Streit zwischen den USA und China belastet die Nachfrage nach deutschen Luxuskarossen und Präzisionsmaschinen zwar, doch die Hoffnung auf eine Einigung ist da. Die heimischen Verbraucher konsumieren dank steigender Löhne fleißig weiter. Und am Bau ist kein Ende des Booms in Sicht. Deshalb rechnen die Experten damit, dass die Wirtschaft weiter wächst, wenn auch nur mit einem halben bis einem Prozent.

Allerdings stehen solche Prognosen immer unter dem Vorbehalt, dass nichts Unvorhersehbares passiert. Zum Beispiel stagnierte die Konjunktur im zweiten Halbjahr 2018 überraschend, weil die Autoindustrie den Wechsel auf neue Abgastests vermasselte und Niedrigwasser die Schifffahrt lahmlegte. Wiederholt sich so etwas oder kommt es doch noch zu einem harten Brexit, sind die Prognosen für 2019 obsolet. Sorgen bereitet, dass man dann nur wenige Hebel zum Gegensteuern hätte. Die Europäische Zentralbank kann die Zinsen kaum weiter senken, anders als 2009. Die Bundesregierung könnte zwar günstige Kredite aufnehmen, damit aber keinen zweiten Bauboom entfachen – die Handwerker sind ja längst ausgelastet. Sie könnte also nur den Konsum anschieben.

Von Christian Wölbert

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