Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Anders trauern
Nachrichten Meinung Anders trauern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:09 01.08.2010
Von Heinrich Thies

Dass wesentlich weniger Menschen als erwartet die Trauerfeier vor den Duisburger Großbildleinwänden verfolgt haben, darf nicht als Gleichgültigkeit verstanden werden. Nach der Tragödie bei der Loveparade haben sich die meisten Menschen offenbar dafür entschieden, die Trauerfeier lieber am Fernsehgerät in den eigenen vier Wänden zu verfolgen, als an einer Großveranstaltung teilzunehmen. Das ist verständlich.

Viele Duisburger aber haben in den vergangenen Tagen auch ganz eigene Wege gefunden, ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Die Unglücksstelle ist zu einem Wallfahrtsort geworden, jener Tunnel mit seinem Lichtermeer zu einer Kathedrale des Volkes. Die stille Andacht am Ort der Katastrophe hilft offenbar, die furchtbaren Szenen zu verarbeiten, die sich hier ereignet haben.

Zur Trauer gesellt sich bei vielen aber eben auch die Wut. Und dieses Empfindungsgemisch treibt die Menschen nicht in die Kirchen, sondern auf die Straße. Ein Trauermarsch folgt dieser Tage in Duisburg auf den nächsten – Aufmärsche, die Demonstration und Prozession zugleich sind. Die Teilnehmer verbindet nicht nur der Wunsch, gemeinsam zu trauern, sondern auch das Bestreben, aller Welt zu zeigen, dass Duisburg eben keine Stadt ist, in der man nach einem für die Verwaltung beschämenden Unglück den Kopf in den Sand steckt. Eine Trauerkultur, die höchsten Respekt verdient.

Meinung Daniel Alexander Schacht zum Bombenverbot - Mit langem Atem

Saubere Kriege gibt es ebenso wenig wie humane Waffen – es gibt aber ebenso wie Kriege, die besonders schmutzig sind, auch Waffen, die besonders inhuman sind.

Daniel Alexander Schacht 01.08.2010
Meinung Ronald Meyer-Arlt zum Weltkulturerbe - Pension Gisela

Die Dome von Speyer, Köln, Aachen und Hildesheim, die Würzburger Residenz, das Lübecker Holstentor, die Völklinger Hütte, die Museumsinsel in Berlin, die Wartburg bei Eisenach und die Schlösser und Gärten von Potsdam und Berlin sind es schon lange: deutsche Beiträge zum Weltkulturerbe.

Ronald Meyer-Arlt 01.08.2010
Meinung Paul Kreiner zu Berlusconi - Angezählt

Gianfranco Fini bleibt ein Rätsel. Was dachte Italiens Rechtsaußen eigentlich, als er 2009 seine Partei „Alleanza ­Nazionale“ in Silvio Berlusconis privatem Wahl- und Kultverein „Forza Italia“ aufgehen ließ? Berlusconi jedenfalls spürt bis heute keinen besonderen Drang, einem Nachfolger zu weichen.

31.07.2010