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Meinung Arnold Petersen zum Elterngeld
Nachrichten Meinung Arnold Petersen zum Elterngeld
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22:19 06.07.2012
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Diese Hoffnung hat sich bislang nicht erfüllt, wenn man den jüngsten Zahlen der Statistiker folgt. Es ist auch immer richtig, von Zeit zu Zeit eine staatliche Leistung auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Der Einwurf von Volker Kauder, auch das Elterngeld müsse einmal kritisch unter die Lupe genommen werden, mag deshalb zunächst plausibel klingen. Doch dem CDU-Mann geht es bei seinem Vorstoß nicht wirklich um den effizienten Einsatz von Steuermitteln. Den Erfolg oder den Misserfolg des Elterngeldes allein an Schwangerschaften abzählen verrät vielmehr einiges über Kauders Weltbild – und über sein taktisches Kalkül. Der Erfolg des Elterngeldes liegt darin, dass ein gesellschaftliches Umdenken eingesetzt hat: Väter kümmern sich verstärkt um den Nachwuchs, Frauen halten den Kontakt zu ihrem Beruf.

Wenn Kauder nun das Elterngeld infrage stellt, dann will er vor allem die Konservativen in der Union besänftigen. Denen passt der Modernisierungskurs von Parteichefin Angela Merkel schon lange nicht mehr. Da kommt der Baby-Knick in der Statistik wie gerufen. In Fragen von Ehe, Familie und Erziehung trägt die Union ihren Richtungsstreit zwischen dem  Mit-der-Zeit-Gehen und dem Festhalten am Alten am liebsten aus. Wenn die Welt sich schon rasant verändert – hier soll sie nach Geschmack der Konservativen stehen bleiben. Kauder bedient diese Stimmung mit der Attacke gegen das Elterngeld, Horst Seehofer mit dem rückwärtsgewandten Betreuungsgeld. Beides wirkt wie aus der Zeit gefallen.

Die Wissenschaftler leben von ihrem Ruf, jeder Sache ganz tief auf den Grund zu gehen – und ihr anschließendes Urteil nur an sachlichen Erwägungen auszurichten. Sie gelten deshalb als besonders seriös und vertrauenswürdig. Jetzt gibt es für sie einen neuen Wettbewerb.

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