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Meinung Chaotisch
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22:43 08.08.2010
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In der Wolga-Region ist bereits eine Fläche so groß wie das Saarland niedergebrannt, Moskau erstickt in diesen Tagen im Smog. Greift das Feuer auch noch auf den Südwesten über, wird radioaktiver Staub aufgewirbelt, der dort nach der Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl im April 1986 niederging.

Die Feuerwehr kommt mit ihren Löschversuchen längst nicht mehr gegen die Brände an; die Politiker schieben sich den Schwarzen Peter gegenseitig zu. Dabei sind gerade jetzt effektives Krisenmanagement und objektive Ursachenforschung gefragt – zumal sich eine solche Waldbrandkatastrophe wegen des Klimawandels jederzeit wiederholen kann.

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Denn nicht nur Hitze und Dürre haben das Inferno in diesem Sommer heraufbeschworen. Kritische Umweltschützer sehen den Hauptgrund in der neuen Forstgesetzgebung, die vor drei Jahren in Kraft trat. Zu Recht. Hinter dem Gesetz stehen die Waldbesitzer, die im Parlament eine starke Lobby haben. Es lässt die Kontrollfuktionen des Staats auf ein Minimum schrumpfen – die staatliche Aufsicht über den Wald war zu Sowjetzeiten eingeführt worden und hatte sich bestens bewährt. Mit dem neuen Gesetz schwanden auch die Möglichkeiten, schon vorab etwas gegen drohende Waldbrände im Sommer zu tun. Das rächt sich jetzt. Ebenso, dass die Opposition kaum Möglichkeiten hat, auf solche Missstände zu reagieren.

Russland braucht daher nicht nur Brandmeister im Wald, sondern erst recht in der Politik.

Elke Windisch

Meinung Heinrich Thies zum Brunner-Prozess - Nur ein Vorbild

Er war für uns ein Held ohne Fehl und Tadel. Er erhielt die höchsten Orden der Republik. Schulen, Kindergärten, Straßen sollten seinen Namen tragen, Schulbücher sein vorbildliches Verhalten rühmen, und manch einer hätte ihn am liebsten gleich heiliggesprochen. Tatsächlich ist Dominik Brunner durch eine Geschichte zu Ruhm gelangt, die etwas von einer Heiligenlegende hat. Er hat sich schützend vor bedrohte Kinder gestellt und dabei selbst sein Leben verloren.

Heinrich Thies 07.08.2010
Meinung Alexander Dahl über Polit-Umfragen - Gefährlicher Weg

Die erste Garde der schwarz-gelben Koalitionäre ist derzeit weitgehend im Urlaub. Verabschiedet haben sich Merkel & Co. mit dem Versprechen, dass bald alles besser wird im Bündnis – zumindest harmonischer. Davon ist bisher nichts zu spüren. Es gibt auch in diesen Tagen kein Thema, was nicht im Streit zerredet wird. Und das in Bayern zwischen CSU und FDP die Fetzen fliegen, weil sich dort der Regierungschef Horst Seehofer offenbar für viel Geld seine politische Strategie bei einer Hamburger Agentur einkaufen musste, rundet das desolate Bild nur ab.

Alexander Dahl 07.08.2010
Meinung Willi Germund zu Pakistan - Marode

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hat abgewirtschaftet. Das gilt nicht erst seit seinem größten politischen Fehler, dem derzeitigen Europa-Besuch mitten in er schlimmsten Flutkatastrophe Pakistans seit 80 Jahren.

06.08.2010