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20:41 22.09.2010
Von Ralf Volke
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Eine solche Einigung könnte im Falle des Nordpols allerdings verheerende Folgen haben – jedenfalls wenn die Anrainer nicht über den Schutz des Gebietes reden, sondern sich lediglich auf eine Aufteilung der Bodenschätze einigen. Doch genau das ist zu befürchten.

Unter dem Boden des arktischen Ozeans werden gigantische Mengen Öl und Gas vermutet, die mit dem Abtauen des inzwischen gar nicht mehr so ewigen Eises ausgebeutet werden könnten. Der Klimawandel ermöglicht damit weiteres klimaschädliches Verhalten. Aber auch abgesehen davon, dass man die Verbrennung von Öl und Gas am besten so schnell wie möglich einstellen sollte, birgt Ölförderung in den teilweise mehrere Tausend Meter tiefen arktischen Gewässern erhebliche Risiken. Nirgendwo ist das Ökosystem derart empfindlich wie in den kalten Regionen des Planeten, wo die Natur nur im Zeitlupentempo arbeitet und austretendes Öl nur extrem langsam abgebaut werden kann. Welche Folgen ein Ölunfall in der Arktis hat, kann man auch über 20 Jahre nach der „Exxon Valdez“-Katastrophe vor der Küste von Alaska betrachten. Am besten wäre es deshalb, wenn sich die Weltgemeinschaft für die Arktis auf ein ähnliches Abkommen einigen würde, wie es für die Antarktis schon seit Jahrzehnten besteht. Und das besagt: Finger weg von diesen Bodenschätzen.

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