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Meinung Flirt statt Liaison
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22:21 07.02.2011
Von Dirk Schmaler

Ein Bündnis mit einer am Boden liegenden FDP, die sich nichts sehnlicher wünscht, als irgendwo, irgendwie mal wieder ein Erfolgserlebnis zu feiern, hätte für die Sozialdemokraten Charme. Spitzenkandidatin Katja Suding wäre pflegeleicht, anspruchslos und würde ganz nebenbei noch das soziale (in Abgrenzung zu den Liberalen) wie das wirtschaftspolitische Profil (in Eintracht mit den Liberalen) gleichzeitig schärfen. Außerdem könnte sich Scholz noch als neuer starker Mann der Sozialdemokratie für neue Aufgaben im Bund empfehlen – und als Vorreiter einer sozialliberalen Politik einen Ausweg zeigen aus dem Dilemma, zwischen grüner Fortschrittspolitik und schwarzer Wirtschaftspolitik unter die Räder zu geraten.

Dass der SPD-Spitzenkandidat den Vorschlag von Altbürgermeister Voscherau zu einer sozialliberalen Koalition nun so weit von sich gewiesen hat, hat vor allem taktische Gründe. Im Wahlkampf kann er eine Debatte um die Koalitionsfähigkeit der FDP nicht gebrauchen. Allein die drei Buchstaben lösen noch immer in weiten Teilen der Republik spontanes Schimpfen aus. Deshalb ist der subtile Flirt mit Katja Suding und der FDP für Scholz besser als die offene Liaison. Parteigenosse Voscherau hat damit schon einmal eine Ermahnung an die Adresse der Grünen geschickt, als Wahlkampfgegner Nummer eins der SPD nicht allzu forsch aufzutreten und sich inhaltlich von dem einen oder anderen Lieblingsprojekt zu verabschieden. Denn nach dem Wahlabend wird Olaf Scholz seine wirtschafts- und umweltpolitischen Kröten auf den Tisch legen. Einer wird sie schlucken.

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