Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Meinung Jens Heitmann zu TUI
Nachrichten Meinung Jens Heitmann zu TUI
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:38 27.07.2012
Anzeige

Nur eines darf als sicher gelten: Mordaschow ist nicht der edle „weiße Ritter“, der die TUI uneigennützig vor der Übernahme durch einen eigenwilligen Reeder aus Norwegen schützt. Und offenbar hat er nun genug davon, mit seinem Engagement bei der TUI nur Geld zu verbrennen.

Damit dürfte Mordaschow auch vielen Kleinaktionären aus der Seele sprechen – und doch überrascht sein Vorpreschen zum gegenwärtigen Zeitpunkt. Das touristische Geschäft läuft aktuell einigermaßen rund, der Ausstieg aus der Containerschifffahrt planmäßig – und auch die Suche nach einem neuen Vorstandschef geht voran. Das spräche eigentlich dafür, den von allen Seiten gewollten Umbau des Konzerns mit ruhiger Entschlossenheit anzugehen. Mordaschow aber dringt nun auf das Gegenteil.

Was dabei am Gutem für die TUI herauskommen kann, ist nicht ersichtlich. Natürlich wäre es sinnvoll, den Konzern nur von einer Zentrale aus zu steuern – nur lässt sich die Verschachtelung der einzelnen Unternehmen nicht mit leichter Hand und ohne Schaden für die vielen  Mitarbeiter auflösen. Das deutsche Aktienrecht könnte auch Mordaschow noch bremsen: In den Feinheiten der Paragrafen haben sich schon viele verheddert.

Lars Ruzic 27.07.2012
26.07.2012