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21:10 13.03.2014
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Ist es reiner Zufall, dass gleich zwei namhafte Persönlichkeiten aus Hannovers Kulturszene fast zeitgleich ihren Rückzug ankündigen? Wolfgang Schepers, Direktor des Museums August Kestner, geht zwei Jahre früher als geplant in den Ruhestand. Elisabeth Schweeger, Intendantin der Kunstfestspiele, verlässt vor Vertragsende die Stadt, um in Baden-Württemberg die Akademie für Darstellende Kunst zu leiten. Ist Hannover als Kulturstadt so unattraktiv geworden, dass manchen nur die Flucht bleibt? Die Gründe für den Abschied sind unterschiedlich, und doch lassen sich auch Gemeinsamkeiten erkennen. Aber die gereichen der Stadt keineswegs zum Nachteil.

Museumsdirektor Schepers hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er vom Zusammenschluss der städtischen Museen wenig hält. Nicht zu Unrecht befürchtete er, dass dabei vor allem die Sammlungen in seinem eigenen Haus neu sortiert, ja beschnitten werden. Um Hannovers Museen vom Kostendruck zu befreien und attraktiver zu gestalten, führt aber kein Weg an einschneidenden Veränderungen vorbei.

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Das hat Schepers erkannt und seinen Posten geräumt. Auch den Kunstfestspielen in Herrenhausen stehen Veränderungen bevor. Ob sich neue Sponsoren gewinnen lassen, ob die Stadt am Ende mehr Geld in die Hand nimmt, wird sich in den kommenden Monaten erweisen. Mit einer zwar kreativen, aber nicht für ihre kommunikativen Fähigkeiten bekannte Intendantin wäre der Weg steinig geworden. Dass sich Hannovers Kulturlandschaft wandelt, ist ein gutes Zeichen. Und manchmal braucht es dafür einen Personalwechsel.

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