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22:41 27.10.2013
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Hat Hannover 96 darunter leiden müssen, dass 1899 Hoffenheim gegen Bayer Leverkusen durch ein „Phantomtor“ verloren hat? Das ist natürlich ausgemachter Unsinn, aber 96-Sportdirektor Dirk Dufner spielt den Ball genau in diese Interpretationsecke, wenn er sich nach der 1:4-Niederlage gegen Hoffenheim hinstellt und sagt: „Ich hatte das Gefühl, dass man es mit Hoffenheim besonders gut meinen musste.“

Wer musste was? Der Schiedsrichter? Der Deutsche Fußball-Bund? Ein großer Unbekannter? Mit leichtfertigen Äußerungen wie von Dufner geraten Schiedsrichter auch in Zukunft unter den Druck, den 96-Trainer Mirko Slomka nach dem Spiel beklagte. Wie immer im Fußball lässt sich über Schiedsrichterpfiffe diskutieren. Warum aber tun die Profis das bereits auf dem Platz auf eine Art und Weise, die unschön ist? Warum müssen Spieler, die an einer Szene gar nicht beteiligt sind, meterweit über den Rasen sprinten, um sich dann vor dem Schiedsrichter reklamierend aufzubauen?

Warum müssen Profis, die ein Foul begehen, das auch ohne Zeitlupe klar zu erkennen ist, anschließend mit ihrer Gestik so tun, als hätten sie nichts gemacht, unterstützt von einem Trainer, der am Spielfeldrand demonstrativ den Kopf schüttelt und damit dem Publikum signalisiert: Fehlentscheidung! Szenen wie am Sonnabend in Hannover häufen sich in der Bundesliga und machen die 90 Minuten für einen Schiedsrichter zum Spießrutenlauf. Der Referee, der in einer solchen aufgeheizten Stimmung fehlerfrei entscheidet, muss erst noch erfunden werden.

Erinnert sich noch jemand an den 
1. Spieltag? Da profitierte Hannover 96 davon, dass Gegner Wolfsburg nach 
52 Minuten nur noch zu neunt war. Der Schiedsrichter hatte damals knifflige Situationen zugunsten der „Roten“ ausgelegt. Neun Spieltage später lief es gegen Hoffenheim andersherum. 96 hat nicht wegen Schiedsrichter Stieler verloren. Die Elf hat sich diesmal selbst besiegt durch Undiszipliniertheiten und Fehler. Dass die 96-Presseabteilung kurz vor dem Spiel einen Hexenschuss bei Kapitän Steven Cherundolo erfand, den es gar nicht gab, passte ins Bild eines merkwürdigen Tages.

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