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00:15 01.08.2013
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Der Ministerpräsident Brandenburgs straft alle Lügen, die ihm unterstellten, an seinem Amt zu kleben. Matthias Platzeck hat für sich entschieden, dass es gesundheitlich nicht mehr geht. Dass er 2006 schon den Vorsitz der SPD aus gleichen Gründen aufgeben musste, spielte für ihn dabei keine Rolle. Dieses erneute Eingeständnis von Schwäche ist stark.

Die Entscheidung Platzecks stellt das Land vor eine Zäsur. Bis zur Landtagswahl 2014 wird es in Potsdam einen Übergangsministerpräsidenten geben, der wohl Dietmar Woidke heißt. Er hatte bislang als Innenminister nicht gerade mit den beliebtesten Themen zu tun. Und als großer „Menschenfischer“ ist der Pragmatiker aus der Lausitz auch noch nicht aufgefallen. Nun soll er demnächst als Ministerpräsident Generalist sein und als künftiger Parteichef die Seele der SPD streicheln.

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Kein beneidenswerter Job. Denn die Sozialdemokraten stellen seit 1990 nicht ununterbrochen den Regierungschef, weil ihre Programmatik so toll war. Die SPD hat ihre Spitzenposition allein dem Charisma zweier Männer zu verdanken – Manfred Stolpe und Matthias Platzeck. Stolpes und Platzecks Nimbus als Volksversteher und Krisenmanager konnten auch Niederlagen nichts anhaben.

Die Ära der Volkstribunen in Brandenburg dürfte nun zu Ende gehen. Das muss nicht verkehrt sein. Das Land ist gut aufgestellt, hat aber noch eine Menge Hausaufgaben zu lösen: Durch reduzierte Zuwendungen von Bund und EU etwa muss Brandenburg in Zukunft stärker auf eigenen Beinen stehen.

Thoralf Cleven

Der Rauswurf von Konzernchef Löscher wirft ein Schlaglicht auf das Unternehmen Siemens. Vergleiche zur Fußballbundesliga, wo am Ende der Saison häufiger mal ein anderer Trainer als zu Beginn auf der Bank sitzt, drängen sich auf.

Eine Analyse von Jens Heitmann

Jens Heitmann 29.07.2013

Die DFB-Frauen sind zum achten Mal Europameister geworden und das mit einer jungen, umstrukturierten Mannschaft. Die klare Überlegenheit vergangener Jahre konnten die Frauen auch in diesem Turnier nicht wiederbeleben, dafür überzeugten sie mit Leidenschaft. Ein Kommentar von Stefan Knopf.

Stefan Knopf 28.07.2013
Meinung Abhöraffäre und Wahlkampf - Am Anfang

In Deutschland greifen die Parteien die Späh-Affäre in ihren Wahlkampf auf, ein Thema, das international zur Schlammschlacht geworden ist und national eher die intelektuelle Elite bewegt. Ein Kommentar von Jörg Kallmeyer.

28.07.2013