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Meinung Eine Katastrophe
Nachrichten Meinung Eine Katastrophe
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20:42 06.08.2013
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Auch wenn der Konzern immer wieder und fast schon verzweifelt betont, das Kaligeschäft sei langfristig, und man könne mit „Phasen der Marktunruhen“ umgehen – was derzeit auf dem Kalimarkt passiert, ist für das Unternehmen eine Katastrophe. Und das spiegelt sich an der Börse wider. Die Anleger fliehen geradezu aus K+S-Papieren, und der Wert der Aktie und damit des Konzerns schrumpft dramatisch.

Man mag noch über die Motive des Weltmarktführers Uralkali rätseln, warum er ohne Not die Kaliwelt auf den Kopf stellte und einen Wettbewerb mit Kampfpreisen ankündigte. Tatsache ist, dass K+S dabei nur verlieren kann. Weil der Konzern bislang nur in Deutschland produziert und das in alten Bergwerken, hat er höhere Kosten als die großen Konkurrenten – und braucht höhere Preise, um eine ordentliche Rendite zu erzielen und die Jobs zu sichern. Niedrige Preise führen über einen längeren Zeitraum zwangsläufig in die roten Zahlen. Auch die milliardenteure neue Kalimine in Kanada könnte dann nicht mehr zu halten sein.

In der Konsequenz bedeutet dies, dass K+S leichte Beute für einen Konkurrenten würde. Vielleicht ist das ja das eigentliche Ziel von Uralkali – eine Vorstellung, die vor allem den Mitarbeitern blanke Angst einjagen dürfte.

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