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Meinung Jenseits von Afrika
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06:37 15.12.2014
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Sie werden durch Interviews mit ausgewählten Medien geschickt platziert und haben immer nur eine Botschaft: Das eigentliche Opfer ist Edathy selbst. Seit dem Wochenende wissen wir nun, dass sich Edathy im Moment irgendwo in Nordafrika aufhält und sich dort auch eine neue Existenz aufbauen will. Andere Leute, so berichtet er jetzt, sollen Nacktbilder von Kindern auf seinem Dienstrechner heruntergeladen haben. Wie glaubwürdig das ist, wird erst der Gerichtsprozess in einigen Wochen klären können. Edathy selbst aber sorgt auch dafür, dass sich alle Beteiligten schon jetzt an die politische Sprengkraft dieser Affäre erinnern. Wenige Tage vor seiner Aussage im Untersuchungsausschuss in Berlin gibt Edathy den Namen des Informanten preis, der ihn vor drohenden Ermittlungen gewarnt haben soll: Auf seinen Parteifreund Michael Hartmann und Fraktionschef Thomas Oppermann kommen jetzt unangenehme Fragen zu.

In dieser Woche könnten Wunden wieder aufreißen, die nur mühsam geschlossen worden waren. Die Affäre Edathy war die erste und bislang auch größte Belastungsprobe für die Große Koalition. Sie hat die Krise im Frühjahr gut überstanden, weil die Führungsspitzen von Union und SPD damals guten Willens waren. Dass nur ein Unionsmann dabei sein Amt verlor, haben viele Politiker von CDU und CSU noch nicht vergessen. Die Fragen im Untersuchungsausschuss aber gehen noch ein gutes Stück weiter: Wie lief der Informationsfluss zwischen staatlichen Organen, Parteien und Abgeordneten? Die Antwort hat eine zentrale Bedeutung für die Demokratie.

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