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Meinung Die Methode Real-Kauf
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20:46 02.09.2013
Von Heiko Rehberg
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Es ist aus gegebenem Anlass wieder mal Zeit für ein kleines Sport-Quiz. Zwei Fragen aus dem Fachgebiet „Spanischer Fußball, Real Madrid“. Wie viele Millionen Euro hat Real-Präsident Florentino Pérez seit seinem Amtsantritt im Jahr 2000 für Stars und Superstars ausgegeben? Und wie viele internationale Titel hat das dem Klub seitdem eingebracht? Die Antworten auf die Fragen zeigen den Irrsinn, der hinter der Methode Real-Kauf steckt. Insgesamt 570 Millionen Euro hat Pérez bis heute investiert, um die „Königlichen“ zu Europas Fußballkönig zu machen. In den 13 Jahren ist dabei – 2002 im Finale gegen Bayer Leverkusen – ein einziger Champions-League-Titel herausgekommen. So etwas nennt man ein schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Jetzt also legt Madrid laut Tottenham Hotspur 100 Millionen Euro für Gareth Bale auf den Tisch, einen 24-Jährigen, der bislang elfmal in der Champions League gespielt und noch keine größeren Heldentaten aufzuweisen hat. Es ist ein typischer Real-Transfer. Eigentlich braucht die Mannschaft eher einen starken Abwehrspieler als eine Offensivkraft. Den Spielertyp Bale gibt es mit Cristiano Ronaldo schon, aber das hat bei diesem großen und merkwürdigen Klub nie gestört. 2003 musste es unbedingt noch David Beckham sein, obwohl man bereits Luis Figo für dessen Position hatte. Reals Transfers wirken sportlich so durchdacht wie ein Zug beim Blitzschach. Aber vielleicht geht es darum gar nicht: Real stellt sich eine neue Luxuskarosse in die Hofeinfahrt – und die Nachbarn sollen sie gefälligst bestaunen.

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