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Meinung Wulffs Fall, Wulffs Fehler
Nachrichten Meinung Wulffs Fall, Wulffs Fehler
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21:57 13.06.2014
Von Klaus Wallbaum

Im Frühjahr 2012 gab es Hinweise darauf, dass Wulff in seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident keine klare Trennlinie zu einflussreichen Leuten der Wirtschaft gezogen hatte. Wulff hatte eine Nähe zugelassen, die einen Verdacht entstehen ließ. Auch ein mittlerer Beamter, der sich Hotelübernachtungen von einem Unternehmer bezahlen lässt, der seinerseits auf Unterstützung durch das Land hofft, hätte Probleme bekommen. Dass die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelte, war folgerichtig. Warum sollte die Behörde beim Bundespräsidenten, dem höchsten Mann im Staate, zurückhaltender sein als bei jedem anderen Bürger? 

Eine andere Frage ist, ob auch die spätere Anklage nötig und berechtigt war. Was die Staatsanwaltschaft in die Anklageschrift schrieb, blieb ausgesprochen dürftig. Aus dem Einsatz Wulffs für David Groenewolds Film „John Rabe“ Bestechlichkeit abzuleiten, weil Wulff und Groenewold kurz zuvor auf dem Münchener Oktoberfest zusammen gefeiert hatten, war weit hergeholt. Insofern war der Freispruch vor dem Landgericht Hannover völlig in Ordnung.

Es ist Wulffs Schicksal, dass er als Bundespräsident zurücktreten musste, als die Ermittlungen begannen. Die Bundesrepublik hat Anspruch auf ein Staatsoberhaupt im Schloss Bellevue, das frei ist von strafrechtlichen Verdächtigungen. In seinem Buch räumt Wulff jetzt viele Fehler ein, nennt manches im Nachhinein sogar eine „Riesendummheit“. Wie lange noch will er der Presse, die damals schon die Dinge bewertete wie er heute, eine Hetzjagd vorwerfen?

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